Archiv der Kategorie: Reisen

Auf nach Townsville

Das beste an der Whitsundays tour war eigentlich, dass ich ein paar Leute getroffen habe, die mit mir nach Townsville gefahren sind.
Dort hab ich dann versucht Arbeit zu finden, hatte aber sehr mäßigen Erfolg. Ich habe für genau zwei Stunden in einer Pilzfabrik gearbeitet und 40 Dollar dafür bekommen. Danach habe ich noch 3 Tage Fundraising gemacht. Am ersten Tag bin ich von Tür zu Tür gegangen und hab versucht Leute zum Spenden zu bringen und habe mich eigentlich nicht schlecht geschlagen. Ich habe 260 Dollar an Kommission verdient, die ich aber bis heute nicht bekommen habe, weil die fundraising Gesellschaft erst 130 Tage später den vollen Betrag auszahlt, vorausgesetzt, die spendende Person, hat nicht ihre monatlichen spenden nach 3 Monaten noch nicht abgebrochen.
Am zweiten und dritten Tag waren wir in einem shopping Center, wo ich dann schon nur noch 135 Dollar am zweiten und nichts am dritten Tag gemacht hab. Am Ende des dritten Tages hab ich dann gekündigt. Da haben die doch tatsächlich die gleichen Methoden die wir beim fundraisen anwenden sollten bei mir angewendet und versucht mich im Job zu halten. Da hab ich mich dann richtig verarscht gefühlt. Bei der Arbeit hab ich mich nämlich immer so gefühlt, als würde ich die Leute davon überzeugen, etwas zu tun, was sie eigentlich gar nicht tun wollen. Und als ich meinem Chef gesagt hab, dass ich kündigen will versucht der mir den job, den ich offensichtlich nicht mehr will mit Gewalt schmackhaft zu machen.
Na ja, jedenfalls kann ich jetzt behaupten, einen der typischsten Backpacker Jobs ausprobiert zu haben.

image
Kommissionstabelle

Agnes Water – Airlie Beach

Von Agnes Water bin ich mehr oder weniger in einem Zug hoch nach Airly Beach gefahren. Auf dem Weg gibt’s nichts großartig zu sehen, außer ein paar kleineren Städten, wo aber nicht viel los ist und die eigentlich nur zum Arbeiten gut sind. Also hab ich da nur zum Schlafen und Einkaufen angehalten.
Airly Beach hat im Prinzip nur eine Hauptstraße, an der die Backpacker Hostels aufgereiht sind. Die Stadt fühlt sich an als würde sie zu ungefähr 90 % aus Backpackern bestehen.
Ich habe einen günstigen Stellplatz für mein Auto gefunden, wo ich auch um Auto schlafen konnte und habe so nur 10 Dollar pro Nacht bezahlt. Zum Duschen und Kochen bin ich einfach immer ins nächstgelegene Hostel gegangen.
Nach ein paar Tagen ging dann meine Whitsunday-segeltour los.

Bienen gesichtet

Ich wollte nur mal kurz erwähnen, dass ich jetzt schon zwei mal mutten im nirgendwo am Highway Bienen gesehen habe. Beide Male hab ich ne Vollbremsung hingelegt und mir die Sache mal aus der Nähe angesehen.

image

image

Einmal bin ich in die Nase gestochen worden. Ich denke, da bin ich selbst Schuld, wenn ich unbedingt am Flugloch schnüffeln muss.
Und noch ne kleine Sache, wollte ich euch zeigen.

image

Das hat mir mein Navi kürzlich mal angezeigt: „In 281 Kilometern im Kreisverkehr geradeaus fahren, erste Ausfahrt“
Bis dahin nicht einmal abbiegen. Da vergeht einem der Spaß am Auto fahren, zumal die höchste Geschwindigkeitsbegrenzung 110 km/h ist.

Rainbow Beach

So, jetzt gibt’s mal tagesaktuelle Infos.
Ich bin zurzeit in Rainbow Beach. Hier gibt es eigentlich überhaupt nichts, aber der Grund, warum es eine Backpacker-Hochburg ist, ist, dass man von hier mit der Fähre nach Fraser Island fährt. Die meisten buchen dann ne Tour auf Fraser, die meistens 3 Tage 2 Nächte lang ist und wenn man selber mal mit dem Tour-Auto fahren will muss man extra zahlen. Man braucht halt nen richtigen Geländewagen um dort fahren zu können, weil die ganze Insel nur aus Sand besteht. So eine Tour kostet pro person ca. 300 Dollar. Deshalb hab ich mir noch drei Mitfahrer gesucht und will mit denen und meinem Auto die Insel auf eigene Faust erkunden. Rein aus Prinzip haben wir eine Nacht länger als die Touren auf fraser geplant, d. h. 4 Tage 3 Nächte. Da wir die Kosten durch vier teilen können, sollte es dann pro person trotzdem noch billiger sein, als eine Tour zu buchen.
Wir wollen allerdings erst am Samstag los, weil es bis Freitag regnen soll, was auch der Grund ist, warum ich gerade so viel schreibe.
Außerdem hat mich gestern eine unabhängige Reiseagentur regelrecht von der Straße geangelt, als ich gerade einkaufen gehen wollte. Jetzt hab ich auch endlich meine Whitsunday-segeltour gebucht, sowie ein survival camp und eine schnorcheltour im Great Barrier Reef. Für alles zusammen hab ich jetzt 870 Dollar bezahlt, was natürlich nicht wenig ist, aber ich hab von so vielen Leuten gehört, dass gerade die Whittsundays ein Muss für jeden Backpacker sind.

image
Das ist mein Zeitplan, den die Reiseagentur mir aufgestellt hat

Die Whittsundays Tour und das survival camp gehen jeweils 3 Tage 2 Nächte und die schnorchel Tour einen Tag.
Bei der Whitsunday-segeltour ist übrigens auch schnorcheln und ein mal richtig tauchen mit inbegriffen.
Nachteil an der ganzen Sache ist, dass ich nach dem Whittsundays definitiv nochmal arbeiten muss.
Ich gehe mal davon aus, dass ich nach fraser nochmal schreiben werde.

Port Stephens – Noosa

Schon wieder fast 1 Monat her, dass ich geschrieben habe. In dieser Zeit und ca. 900-1000 km Fahrt ist natürlich einiges passiert. Denkt nicht, wenn ich nichts schreibe für ne weile, dass nichts passiert.
Von Port Stephens bin ich weiter gefahren nach Port Macquarie. Da gab es allerdings nicht viel zu sehen ist zu tun, bis auf den Strand und das Koala-Krankenhaus. Leider durfte man da keinen Koala halten, weil die dort ja alle Patienten sind.

image
Medizin für den Koala

Bin dann nach 1 tag weitergefahren nach Coffs Harbour, wo ich in einem Hostel für den halben Zimmerpreis im Auto geschlafen habe und trotzdem alles (Toilette, Duschen, Küche) benutzen durfte inklusive, kostenlosem Surfboard-, Kanu- und Schnorchelverleih. Da hab ich dann zum ersten mal surfen ausprobiert,allerdings ohne Kurs, weshalb sich mein Erfolg in Grenzen hält. Aber Spaß nachts trotzdem. Bei meinen ersten versuchen hab ich mir leider aber auch das hier zugezogen.
image
Das wollte einfach nicht richtig heilen und hat dann sogar abgefangen sich zu entzünden. Dann musste ich mir so ein Desinfektionsmittel kaufen und jetzt wird es so langsam besser. Ich muss aber auch dazusagen, dass ich trotz der Wunde immer wieder surfen gegangen bin und das hat ihr wahrscheinlich nicht besonders gut getan.
Na ja, in dem Hostel hab ich auch zwei Niederländerinnen und nen Schweizer kennen gelernt.

image
Ich, Frances (England), Faye (Niederlande), Marije (Niederlande), Rhemo (Schweiz)

Mit denen bin ich dann zusammen mit meinem Auto in einen nahe gelegenen Nationalpark (Dorrigo) gefahren. Da sind wir zwei Stunden durch den Regenwald gelaufen und ich habe erste Erfahrungen mit Blutegeln gemacht.
Zu erwähnen wäre, dass mein Auto beim Berg hoch fahren in dem Nationalpark so stark überhitzt ist, dass wir links ranfahren mussten. Ich hab dann die Motorhaube aufgemacht und musste dem Kühlwasser ca. 1 Minute beim kochen zusehen.

image
Meine Mitfahrer haben es Gott sei Dank äußerst gelassen genommen

Wir hatten ja auch noch ein 2. Auto gemietet, weil wir insgesamt 8 Leute waren. Das letzte Stück mussten wir danb eben in zwei Gruppen mit dem 2. Auto fahren.
Die Autopanne hat mir natürlich nen ganz schönen Schrecken eingejagt, aber ich konnte erst mal nichts dran ändern, außer Kühlwasser nachfüllen.
Bin dann halt trotzdem weitergefahren nach Yamba, nem kleinen surferdorf. Leider musste ich alleine fahren, weil die Niederländerinnen und der Schweizer schon den greyhound-bus nach yamba gebucht hatten. Aber ich hab de sie dann dort ja wieder getroffen.
Meine Zeit in yamba habe ich ebenfalls hauptsächlich mit surfen (probieren) verbracht. Hier hat ein surfboard aber 10$ am Tag gekostet, was aber immer noch sehr günstig ist.
In yamba war ich dann ungefähr drei Tage lang und bin dann (diesmal mit den drei anderen zusamnen) nach byron bay gefahren. Byron Bay ist fast ausschließlich von Backpackern besiedelt, jedenfalls fühlt es sich so an. Außerdem ist es ein bisschen Hippie-mäßig, was wohl daran liegt, dass 1 Stunde westlich davon ein richtiges Hippie-Dorf namens Nimbin liegt. Da sind wir auch mal an einem Sonntag hingefahren und mir wurde dort in einer halben Stunde, die ich die Hauptstraße entlang gelaufen bin, nicht weniger als 4 mal Gras zum Verkauf angeboten auf offener Straße.
Leider hat sich unsere kleine Reisegruppe dann aber ausgelöst, weil jeder andere Pläne hatte. Ich bin da alleine weitergefahren, nach Surfers Paradise. Aber das einzige, was daran schön ist, ist eigentlich der Name. Der Strand ist ein ewig langer, kerzengerader Strand, wo man noch nicht mal gut surfen kann. Ich dort nur eine Nacht auf nem Parkplatz übernachtet.
Am nächsten Tag bin ich zu einem Wrecker (jemand, der Autos kauft und ausschlachtet) gefahren, weil ich feststellen musste, dass mir auf der Rückbank eine Gurtschnalle gefehlt hat, weshalb ich eigentlich nie mehr als 3 Leute mitnehmen konnte. Die Schnalle hab ich dort für 25 Dollar bekommen.
Danach wäre eigentlich Brisbane (ne Großstadt) gekommen. Ich hatte aber echt überhaupt keine Lust auf Stadt und bin deshalb einfach nur durchgefahren und hab alleine dabei schon 1 Stunde im Stop and Go Verkehr festgesteckt.
Mein nächster Stopp war dann Noosa. Da hab ich Rhemo und Faye am Strand kurz wiedergetroffen. Ich habe drei Nächte im Auto auf einem Parkplatz am Strand verbracht, wo campen eigentlich verboten war (500 Dollar Strafe), hab aber nie nen Ranger gesehen.
Ach so: Hab ich eigentlich erwähnt, dass ich im Lotto gewonnen habe und mir ein Haus mit 20 Hektar Land für 1,3 Millionen Dollar gekauft hab?

image
riesengroßer Billiardtisch

image
Wohnzimmer mit Riesenfernseher

Palmgarten, Pool usw. ist natürlich auch dabei.
Na ja, um ehrlich zu sein, hab ich hier nur für ne Woche gewwooft (arbeiten für Unterkunft und essen).
Ich wollte mir ein neues Bett in mein Auto bauen und dazu brauche ich ja Werkzeug und Platz zum Bauen. Das alte Bett hat mir nicht gefallen, weil es nur halb so breit war, wie das Auto und schlecht konstruiert war. Also hab ich einfach den nächstbesten aus dem Wwoofing-Buch, das ich mit dem Auto bekommen habe, angerufen und hatte richtig Glück. Das war nämlich ein deutscher (zwar auf harley davidson spezialisierter) Mechaniker, der hier schon 23 has Jahre lebt. Der hatte erstens ungefähr drei Garagen (ungefähr jede einzelne mit Werkzeug ausgerüstet), wo ich mich ausbreiten konnte zum Bauen und zweitens hatte er holz, das er mir kostenlos gegeben hat. Außerdem kannte er sämtliche Mechaniker in Noosa, wodurch ich mein Überhitzungsproblem für 100 Dollar beseitigt bekam, was normalerweise ca. 300 gekostet hätte.

image
Ich beim Bauen, im Hintergrund das fast fertige Bett im Auto

image
Bauplan des Bettes, wurde letztendlich aber ein bisschen anders als geplant

Ich hab dann immer so von morgens 9 bis mittags 3 im Garten gearbeitet und dann bis meistens ca. 12 Uhr nachts an meinem Bett bzw. dem Auto selbst geschraubt.
Übrigens hab ich auch Stoff und ne Nähmaschine bekommen, sodass ich mir Vorhänge für ins Auto nahe nähen konnte.
Leider gehörte zu den Hauptaufgaben im Garten Zäune mit ALTÖL streichen und so viele Pflanzen einer bestimmten Art wie möglich mit Gift einsprühen. Mein Hausherr gehörte also nicht wirklich in die Kategorie „Öko“.
Nach einer Woche war das Bett dann fertig und das Auto repariert.
Ich bin dann wieder auf den selben Parkplatz gefahren, wo ich vorher schon war und man wird es nicht glauben, aber am nächsten Morgen hat mich um 6 Uhr tatsächlich ein Ranger wachgemacht und mich freundlicherweise nur verwarnt.
So, den Rest schreib ich mal in nen neuen Beitrag.

Newcastle — Port Stephens

Von dem kostenlosen Campingplatz, den ich beim letzten Mal erwähnt habe, bin ich gestern dann weiter nach Newcastle gefahren, wo ich mich dann doch noch einmal für eine Nacht in ein Hostel eingebucht habe.
Ich musste nämlich das Auto ein wenig aufräumen und auch so ziemlich alle Sachen, die ich zu dem Auto dazubekommen habe (Teller, Besteck, Toaster, usw) mal putzen.
In dem Hostel hab ich nen anderen deutschen Backpacker getroffen, der sich auch gerade letzte Woche ein Auto gekauft hat, von sydney nach Newcastle gefahren ist und jetzt schon die nächste Werkstatt aufsuchen muss, weil sein Auto ständig überhitzt.
Das macht mir ehrlich gesagt ein bisschen Angst, dass mir es genau so gehen könnte. Aber bisher ist noch alles ok und ich hab das Auto ja von nem Mechaniker durchchecken lassen und der hat auch das Kühlsystem gecheckt.
Mit dem gestrandeten Backpacker bin ich mittags erst mal ans Meer gefahren, das sogar relativ wann war.
Am nächsten Tag, also heute, bin ich nach Port Stephens (ca. 1 Stunde Fahrt von Newcastle) gefahren und dort erst mal zu NRMA.
NRMA bietet Autoversicherungen an. Man schließt in Australien zwar schon bei der Registrierung des Autos verpflichtend eine Versicherung ab, diese kommt allerdings ausschließlich für von mir verursachte Personenschäden auf, nicht aber für den unter Umständen bei einem Unfall verursachten Sachschaden.
Deshalb hab ich heute noch ne Versicherung für Sachschaden an fremdem Eigentum (d. h. mein Auto ist da nicht mit eingeschlossen, weil sich das auf Grund des alters des auros nicht lohnen würde) abgeschlossen.
Ich hoffe echt, dass ich jetzt alles wichtige erledigt habe.
Von NRMA bin ich dann an nen Strand in Port Stephens (Anna Bay) gefahren, wo man sandboarden kann. Man wird mit nem Allrad-Bus zu den Sanddünen gefahren und kann die dann mit einer Art Bett wie mit einem Snowboard runterfahren.
Ich muss leider sagen, dass das lange nicht so geil ist wie snowboarden, aber es muss wohl als Ersatz für den diesjährigen Winterurlaub reichen.
Nach dem sandboarden bin ich auf der Suche nach einem kostenlosen Campingplatz auf einen gestoßen, der direkt am Meer liegt und nur mit einem Geländewagen zu erreichen ist. Und glaubt mir, hier kommt man mit einem normalen Auto tatsächlich nicht hin. Selbst mein Auto musste schwer arbeiten, um hierher zu kommen und war dann, als ich endlich an dem markierten Campingbereich angekommen bin ziemlich heißgelaufen. Wenn ich morgen zurückfahre, muss ich wohl doch mal ein bisschen Luft aus den Rädern lassen, damit ich am Strand besser vorankomme. Das wurde mir schon von vielen Australiern gesagt.
Und hier ist das gute Stück:

image
Nissan Patrol

image

Endlich mobil

In den letzten 2 Wochen ist einiges passiert.
Von dem Tag an, als ich das letzte Mal geschrieben habe, habe ich fast 1 Woche in den Blue Mountains verbracht.
Das Hostel, welches ich mir nach 2maliger Empfehlung dort ausgesucht habe, war echt super. Alle leben wie eine große Familie in einem (fast) normalen Haus. Von 18 Uhr bis 21 Uhr gibt’s ein Elektronikverbot (keine handys, tablets oder laptops) in Wohnzimmer und Küche. Während der Zeit wird dann geredet, getrunken, gespielt usw. Fast jeden Tag macht ein Bewohner des Hostels oder auch der Besitzer Frühstück oder Abendessen und jeder der weil kann für eine kleine Unkostendeckung von 3-4 Dollar mitessen.
Vier Tage bin ich gewandert, immer mit einer relativ großen Gruppe aus dem Hostel. Wunderschöne Routen, die oft sehr anstrengend sind, weil sie hinunter und Tal führen zu Wasserfällen und vielem mehr. Zwei mal war ich unter einem Wasserfall schwimmen. Ein anderes mal sind wir zum „Hanging rock“ gelaufen wo man ganz frei auf einer geschätzt 70 Meter hohen Klippe stehen kann.
image

image

image

Ach so, um überhaupt zum „Hanging Rock“ zu kommen, muss man zuerst über eine ca. 50-75 cm breite Spalte springen, wo es genau so tief runter geht, wie bei der Klippe selbst.
Einmal haben wir auch an ner ähnlich hohen Klippe „sunset point“ bei Sonnenuntergang alle zusammen gepicknickt.
Die letzten zwei Tage in den Blue Mountains war das Wetter ganz schlecht, weshalb ich ein paar Dinge nicht gesehen habe, die noch sehenswert gewesen wären.

Montag dieser Woche bin ich dann wieder zurück nach Sydney gefahren.
Und jetzt komme ich zu dem Grund für den Titel dieses Artikels:
Seit Donnerstag nämlich bin ich stolzer Besitzer eines (zugegebenermaßen schon etwas in die Jahre gekommenen) Nissan Patrol.
Ich habe schon bevor ich in die blue mountains gefahren bin in Sydney intensiv nach einem Auto gesucht, mir bestimmt 6 Stück angesehen und jetzt endlich eins gekauft.
Heute habe ich dann Hals über Kopf Sydney verlassen, weil ich zum einen keine Lust mehr auf Großstadt hatte und zum anderen auch kein Hostel mehr gebucht hatte.
Also habe ich mich heute noch ein letztes Mal mit dem Verkäufer getroffen, der mir noch ein paar Sachen zum Auto erzählt hat und dann bin ich erst mal zu Ikea, um so n paar Sachen, die man zum im Auto leben braucht, zu besorgen. Jetzt stehe ich hier auf nem kostenlosen Campingplatz in der Nähe von Newcastle (ca. 130 km von sydney weg) und übernachte zum ersten Mal in Australien kostenlos.
Bilder folgen bei Gelegenheit.

Corryong – Canberra – Sydney – Katoomba

Hallo an alle, die nach dieser langen pause das hier noch lesen.
Ich sitze im Moment im Zug von Sydney  nach Katoomba (Blue Mountains, ca. 2h zugfahrt westlich von sydney). Jetzt fragt ihr euch natürlich, wie ich da hin gekommen bin:
Also ich hänge im Moment ungefähr 5 Stationen in meinem Reisebericht hinterher. Corryong habe ich schon am 9. März zusammen mit Janik und Daniel verlassen. Wir haben bis zu dem Freitag vor unserer abreise voll durchgearbeitet. Dieses Glück werden die Backpacker, die weiterhin in der Fabrik arbeiten nicht haben, denn das Management der Firma hat sich beschwert, dass wir so viele Überstunden gemacht haben, die jetzt an den anderen wieder eingespart werden. Unser Chef hat uns alle Papiere, die wir für die Beantragung unseres zweiten working holiday Visums brauchen unterschrieben und und nen reference letter (ne art Arbeitszeugnis) geschrieben.
Daniel und Janik haben mich bis nach Canberra mitgenommen, wo ich dann in den Zug nach Sydney gestiegen bin.
In Sydney habe ich jetzt wieder 8 Tage in einem ziemlich schönen Hostel gelebt, nette Leute getroffen und mir die Stadt angesehen.
Ich habe das Opera house und die harbour bridge und auch zwei schöne Strände in Sydney gesehen. Weil ich aber nicht wieder so in der Stadt versacken wollte, wie es mir in Melbourne passiert ist, habe ich mir für die nächsten 3 Tage ein Hostel in den Blue Mountains gebucht, um mir den Blue Mountains National Park anzusehen.
So… jetzt seid ihr wenigstens bezüglich meiner geografischen Position nochmal auf dem neuesten Stand.
Ich habe allerdings während der letzten 2 Wochen in Corryong noch ein paar interessante Dinge gemacht. Unter anderem habe ich eine Berufsimkerei in Albury besucht eine Tagestour mit unseren Vermietern unternommen und zum Abschied mit ihnen gegrillt. Über diese Dinge werde ich separat noch berichten, allerdings mit wenig Bildmaterial, weil ich die meisten Bilder mal wieder mit meiner Spiegelreflexkamera gemacht habe.
Das Bild, das ihr oben seht, bekomme ich übrigens ums Verr…cken nicht in ne vertikale Position.

Raus aus Melbourne

Tut mir (mal wieder) Leid, dass ich so lange nicht geschrieben habe, aber es gab eigentlich auch nicht sonderlich viel zu erzählen.
Ich war die ganze Zeit im selben Hostel, wo ich sehr viele Freunde gefunden habe, weshalb es mir jetzt ziemlich schwer fällt, das Hostel zu verlassen.
So langsam muss ich aber, ich war jetzt mehr als 2 Monate in Melbourne, habe das Nachtleben und auch andere Attraktionen ausgiebig genossen, aber kaum Arbeit gehabt.
Meine Schichten mit installex sind auf durchschnittlich 2 pro Woche zusammengeschrumpft, was nach Steuerabzug noch nicht einmal genug ist, um die Miete im Hostel zu bezahlen. Auch andere Bemühungen, einen Job auf dem Bau zu finden, (wie z. B. die Registrierung bei 2 weiteren Job Agenturen, unzählige online Bewerbungen und auch das Fragen nach Arbeit auf Baustellen direkt) haben nicht gefruchtet, weshalb ich vor zwei Wochen meinen Plan geändert habe.
Ich habe die letzten zwei Wochen damit verbracht, mich auf Farmjobs zu bewerben und habe auch ziemlich schnell (innerhalb von ca. 1 Woche) was bekommen.
Deshalb sitze ich im Moment im Zug nach Albury (New South Wales), wo ich dann 5 Tage in einem anderen Hostel verbringen werde, bevor es mit dem Bus weitergeht nach Corryong (Victoria).
Dort werde ich dann auf einer Farm in der Packstation arbeiten, was heißt, dass ich nicht in der prallen Sonne irgendwelche Früchte pflücken muss, sondern sondern (wenigstens im Schatten) abpacken muss, was andere ernten.
Ich werde am Anfang 21 $/h verdienen, was für einen Farmjob nicht schlecht ist und 41,25 Stunden/Woche arbeiten (mein zukünftiger Arbeitgeber war da sehr präzise in seiner Mail).
Unterkunft bekomme ich für 100 $/Woche, ca. 1 km entfernt von der Arbeit und in der Nähe von Geschäften.
Ich werde diesen Artikel online stellen, sobald ich wieder WLAN habe.

Bin jetzt in meinem neuen Hostel in Albury.
Ich hatte Glück, dass ich auf der Zugfahrt neben zwei Einheimischen aus Albury gesessen habe, die mich vom Bahnhof zum Hostel gefahren haben. Andernfalls hätte ich über ne Stunde laufen müssen.
Das Hostel ist superleer: Ich habe ein 4Bett-Zimmer gebucht und wir sind im Moment zu zweit im Zimmer. Dafür ist das (zwar kostenlose) Internet im Hostel so schlecht, dass ich alles über meine mobilen Daten machen muss. Deshalb will ich jetzt keine Bilder hochladen.
Werde mich nochmal melden, wenn es was Neues gibt.

Great Ocean Road

Letztes Wochenende bin ich wie angekündigt mit 7 anderen Leuten an die Great Ocean Road gefahren.

image
Stefan (Niederlande), Rob (England), Yarden (Israel), Charlotte (England), Sarah (Frankreich), Ich, Katrina (Deutschland), Charlotte (England) (von links)

Wir mussten leider zwei Autos mieten, eins für 5 Leute und eins für 3 Leute, weil die großen Vans für 9 Leute ausgebucht waren.
image

Die Great Ocean Road führt an der Südküste Australiens zwischen Melbourne und Adelaide entlang.
Man kann also jede Menge Strände besichtigen und in den Nationalparks Koala Bären sehen. Wir haben auch tatsächlich fünf Koala Bären in freier Wildbahn gesehen, obwohl andere Leute, die an der Great Ocean Road waren uns erzählt haben, dass sie gar keine gesehen haben.

image
Hab natürlich noch bessere Bilder auf meiner Spiegelreflexkamera

Leider hat es am ersten Tag (Samstag) den ganzen Tag mit Unterbrechungen von vielleicht ne einer Stunde durchgehend geregnet und sogar gehagelt.
Es war außerdem ziemlich kalt, sodass wir in der ersten Nacht im Auto fast erfroren sind.
Der zweite Tag war dann weniger feucht aber immer noch relativ kalt.
Dafür haben wir auf dem Campingplatz, auf dem wir die zweite Nacht verbracht haben ganze Horden von Wallabies (kleine Kängurus) gesehen. Ich hab leider vergessen ein paar Bilder mit meinem Handy zu machen, sodass ich jetzt keine hochladen kann.
Am dritten Tag war das Wetter dann ziemlich gut. Leider mussten wir an diesem Tag aber zurück nach Melbourne fahren, um die Autos pünktlich zurückzugeben.
Trotz unpassendem Wetter hat der Trip Spaß gemacht. Wir haben gesehen, was wir sehen wollten, nämlich ein bisschen australische Natur.
Zum Schluß noch ein kleiner Spruch, der auf der Heckklappe eines unserer Autos geschrieben stand und uns so einige schräge Blicke aus der Straße beschert hat.

image
"Fette Mädels sind schwerer zu kidnappen"