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Endlich mobil

In den letzten 2 Wochen ist einiges passiert.
Von dem Tag an, als ich das letzte Mal geschrieben habe, habe ich fast 1 Woche in den Blue Mountains verbracht.
Das Hostel, welches ich mir nach 2maliger Empfehlung dort ausgesucht habe, war echt super. Alle leben wie eine große Familie in einem (fast) normalen Haus. Von 18 Uhr bis 21 Uhr gibt’s ein Elektronikverbot (keine handys, tablets oder laptops) in Wohnzimmer und Küche. Während der Zeit wird dann geredet, getrunken, gespielt usw. Fast jeden Tag macht ein Bewohner des Hostels oder auch der Besitzer Frühstück oder Abendessen und jeder der weil kann für eine kleine Unkostendeckung von 3-4 Dollar mitessen.
Vier Tage bin ich gewandert, immer mit einer relativ großen Gruppe aus dem Hostel. Wunderschöne Routen, die oft sehr anstrengend sind, weil sie hinunter und Tal führen zu Wasserfällen und vielem mehr. Zwei mal war ich unter einem Wasserfall schwimmen. Ein anderes mal sind wir zum „Hanging rock“ gelaufen wo man ganz frei auf einer geschätzt 70 Meter hohen Klippe stehen kann.
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Ach so, um überhaupt zum „Hanging Rock“ zu kommen, muss man zuerst über eine ca. 50-75 cm breite Spalte springen, wo es genau so tief runter geht, wie bei der Klippe selbst.
Einmal haben wir auch an ner ähnlich hohen Klippe „sunset point“ bei Sonnenuntergang alle zusammen gepicknickt.
Die letzten zwei Tage in den Blue Mountains war das Wetter ganz schlecht, weshalb ich ein paar Dinge nicht gesehen habe, die noch sehenswert gewesen wären.

Montag dieser Woche bin ich dann wieder zurück nach Sydney gefahren.
Und jetzt komme ich zu dem Grund für den Titel dieses Artikels:
Seit Donnerstag nämlich bin ich stolzer Besitzer eines (zugegebenermaßen schon etwas in die Jahre gekommenen) Nissan Patrol.
Ich habe schon bevor ich in die blue mountains gefahren bin in Sydney intensiv nach einem Auto gesucht, mir bestimmt 6 Stück angesehen und jetzt endlich eins gekauft.
Heute habe ich dann Hals über Kopf Sydney verlassen, weil ich zum einen keine Lust mehr auf Großstadt hatte und zum anderen auch kein Hostel mehr gebucht hatte.
Also habe ich mich heute noch ein letztes Mal mit dem Verkäufer getroffen, der mir noch ein paar Sachen zum Auto erzählt hat und dann bin ich erst mal zu Ikea, um so n paar Sachen, die man zum im Auto leben braucht, zu besorgen. Jetzt stehe ich hier auf nem kostenlosen Campingplatz in der Nähe von Newcastle (ca. 130 km von sydney weg) und übernachte zum ersten Mal in Australien kostenlos.
Bilder folgen bei Gelegenheit.

Frohe Weihnachten

Zunächst einmal wünsche ich allen, die das hier lesen, frohe Weihnachten.
Von mir gibt’s im Moment nicht viel zu berichten. Ich arbeite mindestens 5 Tage Woche, wechsle jede Woche die Schicht und habe auch zu Weihnachten nur einen Tag frei. Den werd ich hauptsächlich zum entspannen nutzen. Danach werde ich wieder die Nachtschicht haben, was mir eigentlich ganz gut passt, weil es tagsüber so warm wird, dass die Arbeit zu einer ziemlichen Qual macht. Ein Paar neue da Sachen von der Arbeit gibt’s allerdings: Erstens darf ich seit ungefähr letzter Woche Gabelstapler fahren und zum Beispiel die Paletten voll Saatgutsäcken (je 1 Tonne pro Palette) wegbringen und mit ner Maschine mit Folie umwickeln. In Australien ist es nämlich so, dass, wenn die Aufsicht habende Person einen Führerschein für den Gabelstapler besitzt, alle restlichen Arbeiter unter seiner Aufsicht auch Gabelstapler fahren dürfen. Allerdings wird das mit der Aufsicht bei uns in der Firma nicht so genau genommen und unser Schichtleiter geht ab und zu beispielsweise einfach mal einkaufen oder so, während wir weiterarbeiten.
Gleiches gilt eigentlich auch für den Teleskoplader, mit dem das Saatgut in die Reinigungsmaschine geworfen wird. Ich glaube aber nicht, dass ich den jemals fahren werde, den irgendwas muss der Chef ja können, was ihn als Chef auszeichnet ;).
Zweitens hab ich jetzt nach zwei Wochen Arbeit in der Fabrik meinen ersten Lohn bekommen und weiß jetzt endlich genau, wie viel ich pro Stunde verdiene (das hat bis dahin noch nicht ganz festgestanden, nur, dass es mehr als 22 $/h sein würde). Ich verdiene jetzt 24,25 $/h und habe für zwei Wochen 2100 $ brutto und 1700 $ netto bekommen (aber ich bekomme ja sowieso alle Steuern zurück, wenn ich Australien verlasse und den entsprechenden Antrag stelle).

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Stechkarte Vorderseite
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Stechkarte Rückseite

Endlich ein Job, bei dem Stunden und dementsprechend auch Geld zusammenkommt.
Hier nochmal der Grund, weshalb wir bei der Arbeit Staubmasken tragen müssen, auf den Punkt gebracht.
Man könnte ja meinen, ich würde braun werden, hier in Australien, aber derzeit werde ich einfach nur dreckig, vom Staub, der in der Luft hängt.

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Bräunungsgrenzen?!?

Noch zu meinen Mitbewohnern, die ich zwar mal kurz erwähnt hatte, aber ohne Namen glaube ich.
Daniel und Janik (beide Deutsche, aber Daniel spricht auch fließend holländisch) teilen sich ein Zimmer während Sander (Niederlande) ebenfalls ein Einzelzimmer hat. Ich habe bisher immer mit Daniel zusammengesrbeitet und hoffe auch, dass das so bleibt, weil wir ziemlich gut zusammenarbeiten.
Eigentlich wollten die drei mit dem Auto kommen, das sich Daniel und Janik zusammen gekauft haben (Sander haben sie erst beim Reisen getroffen und mitgenommen), aber auf dem Weg nach Corryong sind sie liegen geblieben, weil die Zylinderkopfdichtung kaputt war. Jetzt haben sie das Auto an John (von der Saatgutfabrik) verkauft und noch 350 $ dafür bekommem. Und ich dachte, ich könnte mit den anderen auf die Arbeit fahren. Na ja, auch egal…

Genießt die Feiertage

Neue Wohnung in Corryong

Ich bin jetzt in meiner neuen Wohnung in Corryong angekommen.
Vom ersten Eindruck her ist die Wohnung echt super:
Die Wohnung ist sauber, hat drei relativ große Schlafzimmer, Wohnzimmer (mit Fernsehen DVDRecorder und vor allem Klimaanlage!!! ), eine Küche (mit Spülmaschine), ein Bad und ne große Veranda mit Gasgrill.
Das ganze für 100$ die Woche und ich brauch endlich nicht mehr fürs Wäsche waschen zu bezahlen, weil es ne Waschmaschine gibt.
Kosten für WiFi kann ich mir auch sparen, es gibt nämlich keins.
Und weil ich als erstes da war konnte ich mir das beste Schlafzimmer aussuchen.
Die Besitzer des Hauses sind ganz nett, so wie die Australier eben so sind (soweit ich das erfahren hab:)).
Geschäfte sind auch in der Nähe, obwohl es sich beim ersten Einkauf heute etwas teurer als in Albury und Melbourne angefühlt hat.

Mal sehen, wie meine zukünftigen Mitbewohner und Mitarbeiter, die morgen ankommen so drauf sind.