Erstes Geld verdient

Es tut mir Leid, dass ich so lange nicht mehr geschrieben habe.

Inzwischen natürlich einiges passiert.

Zu allererst habe ich inzwischen mein erstes in Australien verdientes Geld auf dem Konto.
Es ist nicht wirklich viel, was aber daran hängt dass ich nur alle zwei Wochen bezahlt werde und ich vor dem letzten Zahltag nur 2 relativ kurze Schichten gearbeitet habe.

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Screenshot von meinem online-konto

Ich arbeite für eine Firma namens installex. Wir bauen Ausstellungen, Feste und sonstige Veranstaltungen auf und ab. Bisher habe ich fast nur im Melbourne exhibition center gearbeitet. Das sind hauptsächlich große Hallen, in denen Ausstellungen und Messen abgehalten werden.
Eine meiner Hauptaufgaben bisher war, 1 Quadratmeter große Teppiche in diesen manchmal mehrere 1000 Quadratmeter großen Hallen auszulegen, um in Anschluß dann Stände darauf zu bauen.

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Hier ein schneller Schnappschuss von einer der größeren Hallen beim Abbauen einer Messe zum Thema Babys, Kinder und Kindererziehung. Auf dem Bild sind nur etwa 2/3 der Halle zu sehen, weil ich nicht ganz am Rand gestanden habe.
Die Teppiche müssen leider nach jeder wieder aufgehoben werden und für die nächste Messe in einem anderen Muster wieder ausgelegt werden. Deshalb kommt es von Zeit zu Zeit zu Schichten, die folgendermaßen ausgebaut sind :

00:30 Uhr Arbeitsbeginn

Bis 8:30 ausschließlich Teppiche auslegen (Pause von 3:00 bis 3:30 und 7:00 bis 7:15)

Bis 12:30 Strände aufbauen (keine Pausen)

Ich denke aus dieser Schichtbeschreibung lässt sich erkennen, dass ich nicht fürs Denken bezahlt werde.
Der Lohn beträgt 21,09 $/h brutto (ca. 16,50 $/h netto), was hier in Australien eher so die untere Lohngrenze ist.

Der Lohn und die teilweise sehr eintönige Arbeit sind der Grund, warum ich weiter nach besserer Arbeit suchen werde.

Des Weiteren habe ich das Melbourne Museum besucht und für dieses Wochenende (1. bis 3. November) ist eine Tour zur Great Ocean Road geplant. Wir sind 8 Leute und werden uns einen Van mieten.

Phillip Island

Gestern hab ich mir eine Tagestour nach Phillip Island gebucht. Phillip Island liegt südöstlich von Melbourne und ist bekannt für seine große Population von „little penguins“ (Zwergpinguine), den kleinsten Pinguinen der Welt (ca. 33 cm groß). Sie verlassen jeden Morgen bei Sonnenaufgang ihr Nest, watscheln über den Strand und gehen im Meer auf Futtersuche. Abends, nach Sonnenuntergang kommen sie wieder zurück, um ihre Jungen zu füttern. Dieses wirklich schöne Naturschauspiel kann man von Tribünen aus beobachten. Leider war es absolut verboten Bilder zu machen.
Des Weiteren hab ich eine Aufzuchtstation für Koalabären und Wallabies (kleine Kängurus) besucht.

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Zwischen Aufzuchtstation und der penguin parade (Heimkehr der Zwergpinguine) haben wir bei tollen Wetter noch einen Abstecher zum Strand gemacht.

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Die Bilder vom Strand, auf denen ich zu sehen bin, sind leider auf der Spiegelreflexkamera, weshalb ich sie jetzt nicht einfach hochladen kann.
Auf der Fahrt zur penguin parade hätten wir fast ne fette Schlange auf der Straße überfahren. Der Fahrer wollte uns allerdings nicht aussteigen lassen, um Fotos zu machen, weil er meinte diese Schlangenart sei giftig. Er sagte aber auch, das sei seine erste Begegnung mit einer Schlange in 3 Monaten gewesen, also kein Grund zur Panik.

Zusammenfassung der letzten Tage

Ich hab inzwischen das Hostel gewechselt, weil das alte vollkommen ausgebucht war. Das neue liegt zwar nicht ganz so zentral wie das alte, dafür ist es aber schöner und nachts etwas ruhiger, sodass man wenigstens gut schlafen kann.
Ich war leider immer noch nicht am Strand hier, weil das Wetter zur Zeit relativ wechselhaft ist.

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Samstag

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Montag

Der bisher einzige Tag, an dem man an den Strand gehen konnte, war Samstag und da hatte ich ja meinen white card Kurs gebucht.
Meine white card hab ich übrigens. Der Kurs war tatsächlich so leicht, wie ich vorher schon im Internet gelesen habe. Der Lehrer war zwar mit seinem Aussie-Slang zwar kaum zu verstehen, aber jeder hat ein workbook bekommen, in dem alles drinsteht, was man für den abschließenden Text wissen muss. Der Witz an der Sache war, dass man das Buch während dem Test benutzen durfte. Der Lehrer meinte dazu nur, das sei Teil des Tests. Es solle überprüft werden, dass man in der Lage ist, dass Buch zu benutzen… 😕
Am Samstagabend bin ich dann mit ein paar anderen aus dem Hostel (hauptsächlich Franzosen) durch die Stadt gezogen. Unter anderem waren wir in einer Bar mit Dachterrasse.

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Heute war ich in der state library of Victoria, weil es dort kostenlosen Internetzugang am computer gibt und ich meinen Lebenslauf überarbeiten musste, da ich mich mit dem zusammen mit meiner white card ja im Laufe der Woche für einen Job bewerben will.
Blöd war, dass die Zeit am computer immer auf ne viertel Stunde begrenzt war, sodass ich immer schnell alles auf meinen USB Stick speichern musste, um dann am nächsten computer weiterzuarbeiten.
Wenn ich jetzt gerade schon bei computer bin möchte ich mich für alle bisher gemachten und noch kommenden Schreibfehler in diesem Blog entschuldigen. Ich schreibe nämlich (mangels Laptop) alles auf dem Handy und da verschreibe ich mich oft, bzw. die Autokorrektur korrigiert falsch.

Kochen im Hostel

Ums Kochen kommt man hier in Melbourne als Backpacker eigentlich kaum herum. Die Preise für Essen und Getränke in Restaurants sind hier enorm hoch und auch beim Einkaufen der Zutaten fürs Mittagessen muss man aufpassen, wo man einkauft. Es gibt eigentlich nur zwei Orte, die preiswert sind und das sind Aldi und der Queen Victoria Market.
Es gibt hier leider nur eine Küche (3×4 Herdplatten) für ein (zur Zeit voll belegtes) Hostel mit fünf Stockwerken und dementsprechend sieht die Küche dann eben auch aus.

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Von 4-5 Uhr nachmittags ist die Küche geschlossen und wird geputzt, das heißt ab 5 Uhr ist meine Zeit zum Kochen.

Haare schneiden im Hostel

In dem Hostel, in dem ich wohne (direkt in der Melbourner Innenstadt) sind sehr viele Deutsche und einer von denen (Jonah) ist vorgestern auf die glorreiche Idee gekommen zwei seiner Kumpels (Nils und Robin) die Haare mit nem Bart- und Haarschneidegerät auf 8 mm abzuschneiden. Und was hab ich gemacht… …natürlich gefragt ob er mir auch die Haare schneiden kann, weil er macht das ja für nichts und ich hab die Haare ja sowieso immer so kurz. Er hat zugesagt, fängt mit Nils und Robin an und beide sind in je 10 Minuten fertig. Für meine Haare hat er ungefähr 1 Stunde gebraucht und musste am nächsten Morgen nochmal nachschneiden. Er ist dann dazu übergegangen die Haare stufenweise abzuschneiden weil die Maschine in meinen dicken Haaren mehrmals fast stehengeblieben ist. Ich hatte echt Angst, dass Jonah mittendrin einfach aufgibt oder die Maschine kaputtgeht, weil die mit meinen Haaren eindeutig überfordert war, vor allem auch weil ich meine Haare auf 4 statt auf 8 mm abgeschnitten haben wollte.
Na ja, Jonah hat echt Ausdauer demonstriert und meine Haare sehen wieder normal aus.

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