Berufsimkerei Albury

Wie ja schon zwei Artikel zuvor erwähnt, habe ich an unserem zweitletzten Wochenende in Corryong zusammen mit Janik und Daniel eine Berufsimkerei in Albury besucht. Ich bin froh, dass die beiden das mitgemacht haben und mit mir zu dem Imker nach Hause gefahren sind. Die Adresse hatte ich von der Website der Imkerei ( http://www.hachibeehoney.com), die Webadresse hatte ich wiederum von einem Glas Honig, das ich in Corryong gekauft habe.

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Honig von Jane und Russel

Wir sind ohne jegliche Vorankündigung zu dem Imker nach Hause gefahren und ich habe einfach geklingelt und gesagt, dass ich Hobbyimker aus Deutschland bin und weiter bin ich gar nicht gekommen. Da hat mich die Frau des Imkers (Jane) schon nach australischer Art ins Haus eingeladen. Ich musste sie sogar kurz bremsen, um sie zu fragen, ob die zwei anderen, die noch im Auto saßen auch mit reinkommen können.
Russel (der eigentliche Imker) hat uns dann allen Bier und Pizza angeboten. Ich habe dann ungefähr ne 3/4 Stunde mit uhm über Bienen geredet. Er hat ca. 1000 Völker, produziert ca. 60 Tonnen Honig im Jahr und verkauft das meiste davon an Abfüller. Er meinte (hoffentlich im Scherz), wenn die Varroa nach Australien kommt, habe er keine Lust mehr zu imkern.
Normalerweise muss er so ungefähr 5 Stunden mit dem LKW zu seinen Bienen fahren und schläft dann auch im LKW.
Weil dieser Sommer aber verhältnismäßig sehr feucht war hatte er aber ausnahmsweise sogar einige Völker nur 10 Minuten Fahrt von seinem Haus entfernt stehen, was mein absolutes Glück war.
Wir sind mit ihm zuerst zu seiner Produktionshalle gefahren, wo ich seine selbst entworfene doppelte Schleuderstraße (zwei Schleudern mit Platz für jeweils um die 120 Rähmchen) bewundern konnte. Alle seine Völker stehen auf Viererpaletten, die er mit einem Avant (geländegängiger Gabelstapler) bewegt.
Nach der Besichtigung der Halle sind wir weiter zu einem seiner Bienenstände, wo wir sogar ein Volk aufgemacht haben. Daniel ist sofort abgehauen und hat sich ins Auto gesetzt. Janik konnte ich aber dazu überreden, Bilder von Russel und mir an den Bienen zu machen (leider alle auf der Spiegelreflexkamera). Russel ist total verstochen worden. Vielleicht muss er einfach noch n bisschen üben 😋, ich hab nämlich nur einen Stich bekommen.
Was mir nicht so gefällt, ist, dass er Plastikwaben verwendet.
Vom Bienenstand sind wir dann wieder zurück gefahren zu seinem Haus, wo ich dann nochmal ca. 1 1/2 Stunden mit ihm geredet habe, weshalb wir später nicht mehr wie geplant ins Aldi einkaufen gehen konnten, weil das dann schon zu hatte.
Russel hat mir auch drei Ausgaben einer australischen Bienenfachzeitschrift mitgegeben und was war das erste was ich schon auf der Titelseite gesehen habe?…
… Ein Artikel über das Varroatoleranzzucht-Programm in Kirchhain.
Zum Abschied hat Jane uns gesagt, falls einer von uns jemals nochmal nach Albury kommt, stünde ihm ihre Tür immer offen und ein Schlafplatz bereit (die Australier eben).
Daniel und Janik haben Russel die ganze Zeit auch interessiert zugehört, haben mir aber hinterher gesagt, dass sie weniger als die Hälfte, von dem was gesagt wurde, verstanden haben. Ich habe dann versucht Klarheit zu schaffen, ich weiß aber nicht mit welchem Erfolg :).

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