Rainbow Beach

So, jetzt gibt’s mal tagesaktuelle Infos.
Ich bin zurzeit in Rainbow Beach. Hier gibt es eigentlich überhaupt nichts, aber der Grund, warum es eine Backpacker-Hochburg ist, ist, dass man von hier mit der Fähre nach Fraser Island fährt. Die meisten buchen dann ne Tour auf Fraser, die meistens 3 Tage 2 Nächte lang ist und wenn man selber mal mit dem Tour-Auto fahren will muss man extra zahlen. Man braucht halt nen richtigen Geländewagen um dort fahren zu können, weil die ganze Insel nur aus Sand besteht. So eine Tour kostet pro person ca. 300 Dollar. Deshalb hab ich mir noch drei Mitfahrer gesucht und will mit denen und meinem Auto die Insel auf eigene Faust erkunden. Rein aus Prinzip haben wir eine Nacht länger als die Touren auf fraser geplant, d. h. 4 Tage 3 Nächte. Da wir die Kosten durch vier teilen können, sollte es dann pro person trotzdem noch billiger sein, als eine Tour zu buchen.
Wir wollen allerdings erst am Samstag los, weil es bis Freitag regnen soll, was auch der Grund ist, warum ich gerade so viel schreibe.
Außerdem hat mich gestern eine unabhängige Reiseagentur regelrecht von der Straße geangelt, als ich gerade einkaufen gehen wollte. Jetzt hab ich auch endlich meine Whitsunday-segeltour gebucht, sowie ein survival camp und eine schnorcheltour im Great Barrier Reef. Für alles zusammen hab ich jetzt 870 Dollar bezahlt, was natürlich nicht wenig ist, aber ich hab von so vielen Leuten gehört, dass gerade die Whittsundays ein Muss für jeden Backpacker sind.

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Das ist mein Zeitplan, den die Reiseagentur mir aufgestellt hat

Die Whittsundays Tour und das survival camp gehen jeweils 3 Tage 2 Nächte und die schnorchel Tour einen Tag.
Bei der Whitsunday-segeltour ist übrigens auch schnorcheln und ein mal richtig tauchen mit inbegriffen.
Nachteil an der ganzen Sache ist, dass ich nach dem Whittsundays definitiv nochmal arbeiten muss.
Ich gehe mal davon aus, dass ich nach fraser nochmal schreiben werde.

Port Stephens – Noosa

Schon wieder fast 1 Monat her, dass ich geschrieben habe. In dieser Zeit und ca. 900-1000 km Fahrt ist natürlich einiges passiert. Denkt nicht, wenn ich nichts schreibe für ne weile, dass nichts passiert.
Von Port Stephens bin ich weiter gefahren nach Port Macquarie. Da gab es allerdings nicht viel zu sehen ist zu tun, bis auf den Strand und das Koala-Krankenhaus. Leider durfte man da keinen Koala halten, weil die dort ja alle Patienten sind.

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Medizin für den Koala

Bin dann nach 1 tag weitergefahren nach Coffs Harbour, wo ich in einem Hostel für den halben Zimmerpreis im Auto geschlafen habe und trotzdem alles (Toilette, Duschen, Küche) benutzen durfte inklusive, kostenlosem Surfboard-, Kanu- und Schnorchelverleih. Da hab ich dann zum ersten mal surfen ausprobiert,allerdings ohne Kurs, weshalb sich mein Erfolg in Grenzen hält. Aber Spaß nachts trotzdem. Bei meinen ersten versuchen hab ich mir leider aber auch das hier zugezogen.
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Das wollte einfach nicht richtig heilen und hat dann sogar abgefangen sich zu entzünden. Dann musste ich mir so ein Desinfektionsmittel kaufen und jetzt wird es so langsam besser. Ich muss aber auch dazusagen, dass ich trotz der Wunde immer wieder surfen gegangen bin und das hat ihr wahrscheinlich nicht besonders gut getan.
Na ja, in dem Hostel hab ich auch zwei Niederländerinnen und nen Schweizer kennen gelernt.

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Ich, Frances (England), Faye (Niederlande), Marije (Niederlande), Rhemo (Schweiz)

Mit denen bin ich dann zusammen mit meinem Auto in einen nahe gelegenen Nationalpark (Dorrigo) gefahren. Da sind wir zwei Stunden durch den Regenwald gelaufen und ich habe erste Erfahrungen mit Blutegeln gemacht.
Zu erwähnen wäre, dass mein Auto beim Berg hoch fahren in dem Nationalpark so stark überhitzt ist, dass wir links ranfahren mussten. Ich hab dann die Motorhaube aufgemacht und musste dem Kühlwasser ca. 1 Minute beim kochen zusehen.

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Meine Mitfahrer haben es Gott sei Dank äußerst gelassen genommen

Wir hatten ja auch noch ein 2. Auto gemietet, weil wir insgesamt 8 Leute waren. Das letzte Stück mussten wir danb eben in zwei Gruppen mit dem 2. Auto fahren.
Die Autopanne hat mir natürlich nen ganz schönen Schrecken eingejagt, aber ich konnte erst mal nichts dran ändern, außer Kühlwasser nachfüllen.
Bin dann halt trotzdem weitergefahren nach Yamba, nem kleinen surferdorf. Leider musste ich alleine fahren, weil die Niederländerinnen und der Schweizer schon den greyhound-bus nach yamba gebucht hatten. Aber ich hab de sie dann dort ja wieder getroffen.
Meine Zeit in yamba habe ich ebenfalls hauptsächlich mit surfen (probieren) verbracht. Hier hat ein surfboard aber 10$ am Tag gekostet, was aber immer noch sehr günstig ist.
In yamba war ich dann ungefähr drei Tage lang und bin dann (diesmal mit den drei anderen zusamnen) nach byron bay gefahren. Byron Bay ist fast ausschließlich von Backpackern besiedelt, jedenfalls fühlt es sich so an. Außerdem ist es ein bisschen Hippie-mäßig, was wohl daran liegt, dass 1 Stunde westlich davon ein richtiges Hippie-Dorf namens Nimbin liegt. Da sind wir auch mal an einem Sonntag hingefahren und mir wurde dort in einer halben Stunde, die ich die Hauptstraße entlang gelaufen bin, nicht weniger als 4 mal Gras zum Verkauf angeboten auf offener Straße.
Leider hat sich unsere kleine Reisegruppe dann aber ausgelöst, weil jeder andere Pläne hatte. Ich bin da alleine weitergefahren, nach Surfers Paradise. Aber das einzige, was daran schön ist, ist eigentlich der Name. Der Strand ist ein ewig langer, kerzengerader Strand, wo man noch nicht mal gut surfen kann. Ich dort nur eine Nacht auf nem Parkplatz übernachtet.
Am nächsten Tag bin ich zu einem Wrecker (jemand, der Autos kauft und ausschlachtet) gefahren, weil ich feststellen musste, dass mir auf der Rückbank eine Gurtschnalle gefehlt hat, weshalb ich eigentlich nie mehr als 3 Leute mitnehmen konnte. Die Schnalle hab ich dort für 25 Dollar bekommen.
Danach wäre eigentlich Brisbane (ne Großstadt) gekommen. Ich hatte aber echt überhaupt keine Lust auf Stadt und bin deshalb einfach nur durchgefahren und hab alleine dabei schon 1 Stunde im Stop and Go Verkehr festgesteckt.
Mein nächster Stopp war dann Noosa. Da hab ich Rhemo und Faye am Strand kurz wiedergetroffen. Ich habe drei Nächte im Auto auf einem Parkplatz am Strand verbracht, wo campen eigentlich verboten war (500 Dollar Strafe), hab aber nie nen Ranger gesehen.
Ach so: Hab ich eigentlich erwähnt, dass ich im Lotto gewonnen habe und mir ein Haus mit 20 Hektar Land für 1,3 Millionen Dollar gekauft hab?

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riesengroßer Billiardtisch

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Wohnzimmer mit Riesenfernseher

Palmgarten, Pool usw. ist natürlich auch dabei.
Na ja, um ehrlich zu sein, hab ich hier nur für ne Woche gewwooft (arbeiten für Unterkunft und essen).
Ich wollte mir ein neues Bett in mein Auto bauen und dazu brauche ich ja Werkzeug und Platz zum Bauen. Das alte Bett hat mir nicht gefallen, weil es nur halb so breit war, wie das Auto und schlecht konstruiert war. Also hab ich einfach den nächstbesten aus dem Wwoofing-Buch, das ich mit dem Auto bekommen habe, angerufen und hatte richtig Glück. Das war nämlich ein deutscher (zwar auf harley davidson spezialisierter) Mechaniker, der hier schon 23 has Jahre lebt. Der hatte erstens ungefähr drei Garagen (ungefähr jede einzelne mit Werkzeug ausgerüstet), wo ich mich ausbreiten konnte zum Bauen und zweitens hatte er holz, das er mir kostenlos gegeben hat. Außerdem kannte er sämtliche Mechaniker in Noosa, wodurch ich mein Überhitzungsproblem für 100 Dollar beseitigt bekam, was normalerweise ca. 300 gekostet hätte.

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Ich beim Bauen, im Hintergrund das fast fertige Bett im Auto

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Bauplan des Bettes, wurde letztendlich aber ein bisschen anders als geplant

Ich hab dann immer so von morgens 9 bis mittags 3 im Garten gearbeitet und dann bis meistens ca. 12 Uhr nachts an meinem Bett bzw. dem Auto selbst geschraubt.
Übrigens hab ich auch Stoff und ne Nähmaschine bekommen, sodass ich mir Vorhänge für ins Auto nahe nähen konnte.
Leider gehörte zu den Hauptaufgaben im Garten Zäune mit ALTÖL streichen und so viele Pflanzen einer bestimmten Art wie möglich mit Gift einsprühen. Mein Hausherr gehörte also nicht wirklich in die Kategorie „Öko“.
Nach einer Woche war das Bett dann fertig und das Auto repariert.
Ich bin dann wieder auf den selben Parkplatz gefahren, wo ich vorher schon war und man wird es nicht glauben, aber am nächsten Morgen hat mich um 6 Uhr tatsächlich ein Ranger wachgemacht und mich freundlicherweise nur verwarnt.
So, den Rest schreib ich mal in nen neuen Beitrag.