Archiv der Kategorie: Aktivitäten

Whitsunday Islands

Freitagmorgen ging dann meine Segeltour um die Whitsunday Inseln los. Zu Beginn war das Wetter schön aber sobald wir in See gestochen sind ist es zugezogen, wurde windig und hat angefangen zu regnen.
Ich habe beim Buchen der Tour gar nicht daran gedacht, dass ich ja 3 Tage nonstop auf einem Boot verbringen werde und habe deshalb auch nicht realisiert, dass ich unter Umständen auch seekrank werden könnte.
Ich musste dann die ganze Fahrt zu den Inseln bei Wind und Regen über Deck bleiben, weil es unter Deck unerträglich war. Ich musste zwar nicht brechen aber angenehm wars wirklich nicht.
Wir waren dann am 1. Tag tauchen, aber leider war die See sehr rah und deshalb das Wasser ganz trüb.
Am zweiten Tag waren wir dann schnorcheln und hatten das selbe Problem wieder. Es hat auch keiner einen zweiten Tauchgang gekauft zusätzlich zum kostenlosen ersten.
Nach dem Schnorcheln haben wir dann Whitehaven Beach gesehen, die Hauptattraktion.
Leider war ich auch von diesem relativ enttäuscht, obwohl wir ein paar sonnige Minuten dort hatten.
Es eben ein großer Strand mit zugegeben ziemlich weißem Sand, aber ich verstehe nicht richtig, warum alle darüber so ausflippen.
Vielleicht hab ich einfach schon zu viele Strände gesehen und auch Lake McKenzie auf Fraser, der nur 4 % weniger weißen Sand hat als Whitehaven Beach, dafür aber Süßwasser.
Dritter Tag war dann noch einmal schnorcheln. Immer noch trübes Wasser, aber trotzdem ist fast jeder schnorcheln gegangen, um was zu tun zu hsben. Danach gings zurück zum Festland.
Das Fazit, das ich insgesamt gezogen habe ist: Lieber ne Tagestour mit Schnorcheln und nem kurzen Abstecher zu Whitehaven Beach statt ner 3tägigen tour. Dann verschwendet man nicht so viel geld, wenn das Wetter schlecht ist und sieht im Prinzip trotzdem alles.

Surfunterricht

Zurück vom „Survival Camp“ hab ich mich am nächsten Tag für einen Surfkurs (17 $ für 3 Stunden, ziemlich billig) angemeldet. Ich glaube ich habe es ja schon öfters mal erwähnt, dass ich versucht habe zu surfen, allerdings immer mit äußerst mäßigem Erfolg. Natürlich war dieser Surfkurs qualitativ nicht gerade was besonderes, ich meine, was will man auch für 17 Dollar erwarten, aber er war das richtige für mich. Wir waren ca. 30 Leute und 3 Lehrer und eigentlich wurde uns nur schnell am Strand in Trockenübungen gezeigt, wie man richtig auf dem Board liegt, paddelt und aufsteht. Und dann gings ins Wasser und die Lehrer haben uns nur noch zugerufen, wann wir anfangen sollen zu paddeln, um eine Welle zu erwischen.
Und das war das Ergebnis:

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Leider musste ich für die Bilder bezahlen, aber ich dachte mir, das ist es mir Wert, weil es nämlich nicht so einfach ist gute Bilder von sich selbst beim surfen zu bekommen, weil ich dazu jemanden bräuchte, der darauf wartet, dass ich eine gute Welle erwische.

Agnes Water, „Survival Camp“

An dem Tag nachdem wir von Fraser Island zurückgekommen sind bin ich weiter nach Agnes Water, von wo dann wiederum am Tag darauf meine Castaway Survival Tour losging.
Wir wurden in 3er-Gruppen mir einem kleinen Propellerflugzeug auf eine Insel geflogen.
Der Pilot hat dabei immer n bisschen Quatsch gemacht und ist hoch und runter oder nach links und rechts geflogen und hinterher sind alle ausgeflippt, wie toll und heftig doch der Flug war. Um ganz ehrlich zu sein war ich nicht sonderlich beeindruckt. Es war zwar ganz schön, das Meer und die Insel von oben zu sehen, aber der Flug an sich war eher mit einer Kinderachterbahn zu vergleichen.
Das Camp selber hat sich später leider eher als Saufcamp, denn als Survival Camp entpuppt. Alle hatten mehr Alkohol als essen dabei und der Supervisor im Camp, von dem ich eigentlich dachte, dass er uns ein paar Survival Tricks zeigt, hatte keinen Plan von gar nichts.
Das einzig interessante, was wir gemacht haben, war Krabbenfallen auslegen und Angeln.
Wir haben tatsächlich eine Krabbe, die groß genug war zum Essen, gefangen, gekocht und gegessen.

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Krabbe nach dem Kochen

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Krabbe nach dem Essen

Beim Angeln hatten wir Gott sei Dank einen Niederländer dabei, der ein bisschen Ahnung davon hatte und uns ein paar Sachen zeigen konnte.
Letztendlich habe ich dann sogar zwei Fische gefangen.
Das wars eigentlich schon in Sachen „Survival Camp“. Ich würde es auf keinen Fall jemandem empfehlen, der an ein paar Survival Tricks interessiert ist.

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Unsere Gruppe vom Camp

Fraser Island überlebt

Kurzes Update:
Wir haben Fraser „um Haaresbreite“ überlebt. Wir sind einmal im Sand stecken geblieben, allerdings an einer Stelle, an der selbst neuere Autos mit mehr Bodenfreiheit starke Probleme hatten. Von daher bin ich ziemlich stolz auf meine alte Karre, zumal wir sie gefühlt einmal fast versenkt hätten. Wir haben nämlich den glaube ich dümmsten offroad-Fehler überhaupt gemacht. Wir haben nicht vorher überprüft, wie tief das Wasserloch, durch welches wir durchfahren wollten tatsächlich war. Was wie 15 cm tief ausgesehen hat, war ungefähr 1,2 m tief. Gott sei Dank hat Kevin, der zu dem Zeitpunkt gefahren ist, durchgezogen und ist nicht vom Gas gegangen. Das Wasser ist über die Windschutzscheibe geschwappt und durch die offenen vorderen Seitenfenster leider auch ins Auto rein.
Im großen und ganzen sind wir aber wirklich super durch gekommen. Mit dem Fahren haben wir uns die ganze zeit abgewechselt, weil das eigentlich der Hauptspaß an der ganzen Geschichte ist.
Insgesamt bezahlt haben wir für 4 Tage, 3 Nächte fraser 100 Dollar pro Person, was im Vergleich zu einer 3 Tage, 2 Nächte Tour, die mindestens 300 Dollar pro Person kostet richtig günstig ist.

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Fähre vom Festland zu Fraser Island

Port Stephens – Noosa

Schon wieder fast 1 Monat her, dass ich geschrieben habe. In dieser Zeit und ca. 900-1000 km Fahrt ist natürlich einiges passiert. Denkt nicht, wenn ich nichts schreibe für ne weile, dass nichts passiert.
Von Port Stephens bin ich weiter gefahren nach Port Macquarie. Da gab es allerdings nicht viel zu sehen ist zu tun, bis auf den Strand und das Koala-Krankenhaus. Leider durfte man da keinen Koala halten, weil die dort ja alle Patienten sind.

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Medizin für den Koala

Bin dann nach 1 tag weitergefahren nach Coffs Harbour, wo ich in einem Hostel für den halben Zimmerpreis im Auto geschlafen habe und trotzdem alles (Toilette, Duschen, Küche) benutzen durfte inklusive, kostenlosem Surfboard-, Kanu- und Schnorchelverleih. Da hab ich dann zum ersten mal surfen ausprobiert,allerdings ohne Kurs, weshalb sich mein Erfolg in Grenzen hält. Aber Spaß nachts trotzdem. Bei meinen ersten versuchen hab ich mir leider aber auch das hier zugezogen.
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Das wollte einfach nicht richtig heilen und hat dann sogar abgefangen sich zu entzünden. Dann musste ich mir so ein Desinfektionsmittel kaufen und jetzt wird es so langsam besser. Ich muss aber auch dazusagen, dass ich trotz der Wunde immer wieder surfen gegangen bin und das hat ihr wahrscheinlich nicht besonders gut getan.
Na ja, in dem Hostel hab ich auch zwei Niederländerinnen und nen Schweizer kennen gelernt.

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Ich, Frances (England), Faye (Niederlande), Marije (Niederlande), Rhemo (Schweiz)

Mit denen bin ich dann zusammen mit meinem Auto in einen nahe gelegenen Nationalpark (Dorrigo) gefahren. Da sind wir zwei Stunden durch den Regenwald gelaufen und ich habe erste Erfahrungen mit Blutegeln gemacht.
Zu erwähnen wäre, dass mein Auto beim Berg hoch fahren in dem Nationalpark so stark überhitzt ist, dass wir links ranfahren mussten. Ich hab dann die Motorhaube aufgemacht und musste dem Kühlwasser ca. 1 Minute beim kochen zusehen.

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Meine Mitfahrer haben es Gott sei Dank äußerst gelassen genommen

Wir hatten ja auch noch ein 2. Auto gemietet, weil wir insgesamt 8 Leute waren. Das letzte Stück mussten wir danb eben in zwei Gruppen mit dem 2. Auto fahren.
Die Autopanne hat mir natürlich nen ganz schönen Schrecken eingejagt, aber ich konnte erst mal nichts dran ändern, außer Kühlwasser nachfüllen.
Bin dann halt trotzdem weitergefahren nach Yamba, nem kleinen surferdorf. Leider musste ich alleine fahren, weil die Niederländerinnen und der Schweizer schon den greyhound-bus nach yamba gebucht hatten. Aber ich hab de sie dann dort ja wieder getroffen.
Meine Zeit in yamba habe ich ebenfalls hauptsächlich mit surfen (probieren) verbracht. Hier hat ein surfboard aber 10$ am Tag gekostet, was aber immer noch sehr günstig ist.
In yamba war ich dann ungefähr drei Tage lang und bin dann (diesmal mit den drei anderen zusamnen) nach byron bay gefahren. Byron Bay ist fast ausschließlich von Backpackern besiedelt, jedenfalls fühlt es sich so an. Außerdem ist es ein bisschen Hippie-mäßig, was wohl daran liegt, dass 1 Stunde westlich davon ein richtiges Hippie-Dorf namens Nimbin liegt. Da sind wir auch mal an einem Sonntag hingefahren und mir wurde dort in einer halben Stunde, die ich die Hauptstraße entlang gelaufen bin, nicht weniger als 4 mal Gras zum Verkauf angeboten auf offener Straße.
Leider hat sich unsere kleine Reisegruppe dann aber ausgelöst, weil jeder andere Pläne hatte. Ich bin da alleine weitergefahren, nach Surfers Paradise. Aber das einzige, was daran schön ist, ist eigentlich der Name. Der Strand ist ein ewig langer, kerzengerader Strand, wo man noch nicht mal gut surfen kann. Ich dort nur eine Nacht auf nem Parkplatz übernachtet.
Am nächsten Tag bin ich zu einem Wrecker (jemand, der Autos kauft und ausschlachtet) gefahren, weil ich feststellen musste, dass mir auf der Rückbank eine Gurtschnalle gefehlt hat, weshalb ich eigentlich nie mehr als 3 Leute mitnehmen konnte. Die Schnalle hab ich dort für 25 Dollar bekommen.
Danach wäre eigentlich Brisbane (ne Großstadt) gekommen. Ich hatte aber echt überhaupt keine Lust auf Stadt und bin deshalb einfach nur durchgefahren und hab alleine dabei schon 1 Stunde im Stop and Go Verkehr festgesteckt.
Mein nächster Stopp war dann Noosa. Da hab ich Rhemo und Faye am Strand kurz wiedergetroffen. Ich habe drei Nächte im Auto auf einem Parkplatz am Strand verbracht, wo campen eigentlich verboten war (500 Dollar Strafe), hab aber nie nen Ranger gesehen.
Ach so: Hab ich eigentlich erwähnt, dass ich im Lotto gewonnen habe und mir ein Haus mit 20 Hektar Land für 1,3 Millionen Dollar gekauft hab?

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riesengroßer Billiardtisch

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Wohnzimmer mit Riesenfernseher

Palmgarten, Pool usw. ist natürlich auch dabei.
Na ja, um ehrlich zu sein, hab ich hier nur für ne Woche gewwooft (arbeiten für Unterkunft und essen).
Ich wollte mir ein neues Bett in mein Auto bauen und dazu brauche ich ja Werkzeug und Platz zum Bauen. Das alte Bett hat mir nicht gefallen, weil es nur halb so breit war, wie das Auto und schlecht konstruiert war. Also hab ich einfach den nächstbesten aus dem Wwoofing-Buch, das ich mit dem Auto bekommen habe, angerufen und hatte richtig Glück. Das war nämlich ein deutscher (zwar auf harley davidson spezialisierter) Mechaniker, der hier schon 23 has Jahre lebt. Der hatte erstens ungefähr drei Garagen (ungefähr jede einzelne mit Werkzeug ausgerüstet), wo ich mich ausbreiten konnte zum Bauen und zweitens hatte er holz, das er mir kostenlos gegeben hat. Außerdem kannte er sämtliche Mechaniker in Noosa, wodurch ich mein Überhitzungsproblem für 100 Dollar beseitigt bekam, was normalerweise ca. 300 gekostet hätte.

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Ich beim Bauen, im Hintergrund das fast fertige Bett im Auto

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Bauplan des Bettes, wurde letztendlich aber ein bisschen anders als geplant

Ich hab dann immer so von morgens 9 bis mittags 3 im Garten gearbeitet und dann bis meistens ca. 12 Uhr nachts an meinem Bett bzw. dem Auto selbst geschraubt.
Übrigens hab ich auch Stoff und ne Nähmaschine bekommen, sodass ich mir Vorhänge für ins Auto nahe nähen konnte.
Leider gehörte zu den Hauptaufgaben im Garten Zäune mit ALTÖL streichen und so viele Pflanzen einer bestimmten Art wie möglich mit Gift einsprühen. Mein Hausherr gehörte also nicht wirklich in die Kategorie „Öko“.
Nach einer Woche war das Bett dann fertig und das Auto repariert.
Ich bin dann wieder auf den selben Parkplatz gefahren, wo ich vorher schon war und man wird es nicht glauben, aber am nächsten Morgen hat mich um 6 Uhr tatsächlich ein Ranger wachgemacht und mich freundlicherweise nur verwarnt.
So, den Rest schreib ich mal in nen neuen Beitrag.

Newcastle — Port Stephens

Von dem kostenlosen Campingplatz, den ich beim letzten Mal erwähnt habe, bin ich gestern dann weiter nach Newcastle gefahren, wo ich mich dann doch noch einmal für eine Nacht in ein Hostel eingebucht habe.
Ich musste nämlich das Auto ein wenig aufräumen und auch so ziemlich alle Sachen, die ich zu dem Auto dazubekommen habe (Teller, Besteck, Toaster, usw) mal putzen.
In dem Hostel hab ich nen anderen deutschen Backpacker getroffen, der sich auch gerade letzte Woche ein Auto gekauft hat, von sydney nach Newcastle gefahren ist und jetzt schon die nächste Werkstatt aufsuchen muss, weil sein Auto ständig überhitzt.
Das macht mir ehrlich gesagt ein bisschen Angst, dass mir es genau so gehen könnte. Aber bisher ist noch alles ok und ich hab das Auto ja von nem Mechaniker durchchecken lassen und der hat auch das Kühlsystem gecheckt.
Mit dem gestrandeten Backpacker bin ich mittags erst mal ans Meer gefahren, das sogar relativ wann war.
Am nächsten Tag, also heute, bin ich nach Port Stephens (ca. 1 Stunde Fahrt von Newcastle) gefahren und dort erst mal zu NRMA.
NRMA bietet Autoversicherungen an. Man schließt in Australien zwar schon bei der Registrierung des Autos verpflichtend eine Versicherung ab, diese kommt allerdings ausschließlich für von mir verursachte Personenschäden auf, nicht aber für den unter Umständen bei einem Unfall verursachten Sachschaden.
Deshalb hab ich heute noch ne Versicherung für Sachschaden an fremdem Eigentum (d. h. mein Auto ist da nicht mit eingeschlossen, weil sich das auf Grund des alters des auros nicht lohnen würde) abgeschlossen.
Ich hoffe echt, dass ich jetzt alles wichtige erledigt habe.
Von NRMA bin ich dann an nen Strand in Port Stephens (Anna Bay) gefahren, wo man sandboarden kann. Man wird mit nem Allrad-Bus zu den Sanddünen gefahren und kann die dann mit einer Art Bett wie mit einem Snowboard runterfahren.
Ich muss leider sagen, dass das lange nicht so geil ist wie snowboarden, aber es muss wohl als Ersatz für den diesjährigen Winterurlaub reichen.
Nach dem sandboarden bin ich auf der Suche nach einem kostenlosen Campingplatz auf einen gestoßen, der direkt am Meer liegt und nur mit einem Geländewagen zu erreichen ist. Und glaubt mir, hier kommt man mit einem normalen Auto tatsächlich nicht hin. Selbst mein Auto musste schwer arbeiten, um hierher zu kommen und war dann, als ich endlich an dem markierten Campingbereich angekommen bin ziemlich heißgelaufen. Wenn ich morgen zurückfahre, muss ich wohl doch mal ein bisschen Luft aus den Rädern lassen, damit ich am Strand besser vorankomme. Das wurde mir schon von vielen Australiern gesagt.
Und hier ist das gute Stück:

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Nissan Patrol

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Berufsimkerei Albury

Wie ja schon zwei Artikel zuvor erwähnt, habe ich an unserem zweitletzten Wochenende in Corryong zusammen mit Janik und Daniel eine Berufsimkerei in Albury besucht. Ich bin froh, dass die beiden das mitgemacht haben und mit mir zu dem Imker nach Hause gefahren sind. Die Adresse hatte ich von der Website der Imkerei ( http://www.hachibeehoney.com), die Webadresse hatte ich wiederum von einem Glas Honig, das ich in Corryong gekauft habe.

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Honig von Jane und Russel

Wir sind ohne jegliche Vorankündigung zu dem Imker nach Hause gefahren und ich habe einfach geklingelt und gesagt, dass ich Hobbyimker aus Deutschland bin und weiter bin ich gar nicht gekommen. Da hat mich die Frau des Imkers (Jane) schon nach australischer Art ins Haus eingeladen. Ich musste sie sogar kurz bremsen, um sie zu fragen, ob die zwei anderen, die noch im Auto saßen auch mit reinkommen können.
Russel (der eigentliche Imker) hat uns dann allen Bier und Pizza angeboten. Ich habe dann ungefähr ne 3/4 Stunde mit uhm über Bienen geredet. Er hat ca. 1000 Völker, produziert ca. 60 Tonnen Honig im Jahr und verkauft das meiste davon an Abfüller. Er meinte (hoffentlich im Scherz), wenn die Varroa nach Australien kommt, habe er keine Lust mehr zu imkern.
Normalerweise muss er so ungefähr 5 Stunden mit dem LKW zu seinen Bienen fahren und schläft dann auch im LKW.
Weil dieser Sommer aber verhältnismäßig sehr feucht war hatte er aber ausnahmsweise sogar einige Völker nur 10 Minuten Fahrt von seinem Haus entfernt stehen, was mein absolutes Glück war.
Wir sind mit ihm zuerst zu seiner Produktionshalle gefahren, wo ich seine selbst entworfene doppelte Schleuderstraße (zwei Schleudern mit Platz für jeweils um die 120 Rähmchen) bewundern konnte. Alle seine Völker stehen auf Viererpaletten, die er mit einem Avant (geländegängiger Gabelstapler) bewegt.
Nach der Besichtigung der Halle sind wir weiter zu einem seiner Bienenstände, wo wir sogar ein Volk aufgemacht haben. Daniel ist sofort abgehauen und hat sich ins Auto gesetzt. Janik konnte ich aber dazu überreden, Bilder von Russel und mir an den Bienen zu machen (leider alle auf der Spiegelreflexkamera). Russel ist total verstochen worden. Vielleicht muss er einfach noch n bisschen üben 😋, ich hab nämlich nur einen Stich bekommen.
Was mir nicht so gefällt, ist, dass er Plastikwaben verwendet.
Vom Bienenstand sind wir dann wieder zurück gefahren zu seinem Haus, wo ich dann nochmal ca. 1 1/2 Stunden mit ihm geredet habe, weshalb wir später nicht mehr wie geplant ins Aldi einkaufen gehen konnten, weil das dann schon zu hatte.
Russel hat mir auch drei Ausgaben einer australischen Bienenfachzeitschrift mitgegeben und was war das erste was ich schon auf der Titelseite gesehen habe?…
… Ein Artikel über das Varroatoleranzzucht-Programm in Kirchhain.
Zum Abschied hat Jane uns gesagt, falls einer von uns jemals nochmal nach Albury kommt, stünde ihm ihre Tür immer offen und ein Schlafplatz bereit (die Australier eben).
Daniel und Janik haben Russel die ganze Zeit auch interessiert zugehört, haben mir aber hinterher gesagt, dass sie weniger als die Hälfte, von dem was gesagt wurde, verstanden haben. Ich habe dann versucht Klarheit zu schaffen, ich weiß aber nicht mit welchem Erfolg :).

Neujahrsgrüße

Zunächst einmal ein frohes neues Jahr an alle. Ich habe den Jahreswechsel ziemlich ruhig von statten gehen lassen, was mehrere Gründe hatte:
1. war ich wie so oft in letzter Zeit müde von der Arbeit und habe meine zwei freien Tage zum entspannen genutzt.
2. sind die drei anderen Backpacker, mit denen ich zusammen wohne, zu Silvester nach Sydney gefahren. Sie haben sich dafür extra am Tag davor noch schnell ein neues Auto (Holden Kombi, gebraucht natürlich) gekauft und sind nach ihrer letzten Schicht sofort losgefahren. Die hätten mich auch garantiert mitgenommen, aber die mussten so schon zu dritt in diesem Kombi schlafen, sodass ich wahrscheinlich hätte auf nem Frontsitz schlafen müssen. Außerdem haben sie sich Tickets für eine Party in Sydney gekauft, die jeweils 140 $ gekostet haben, was mir auch einfach zu teuer war, zumal dann noch keine Getränke bezahlt sind.
Das beste war dann, als sie nach Hause gekommen sind – und das hat uns Gesprächsstoff für die letzten zwei Tage geliefert – waren sie einer weniger. Sie haben Sänger (den Niederländer) in Sydney offensichtlich nach einer kleinen Streitigkeit verloren. Sie haben mir immer noch nicht die ganze Geschichte erzählt und ich habe auch Sanders Version noch nicht gehört. Jedenfalls ist Sander dann einen Tag später als die anderen wieder in Corryong (und zwar im Krankenhaus) wieder aufgetaucht. Es geht um gut und er ist inzwischen wieder zurück in unserem Haus, aber was genau passiert ist werde ich wenn überhaupt erst die nächsten Tage erfahren. Jedenfalls hat Sander durch seine Verspätung den Arbeitsplan unseres Chefes, der übrigens gar nicht böse darüber war und das ziemlich locker genommen hat, fürs neue Jahr ersr Mal vollkommen zu Nichte gemacht.
Ab nächster Woche werden Sander und ich dann aber wahrscheinlich zusammen die Nachtschicht übernehmen (Gott sei Dank, da ist es nämlich kühler). Er ist im Moment nämlich nicht sonderlich gut auf die anderen zu sprechen.
In Australien ist es übrigens nicht erlaubt eigene Feuerwerkskörper zu zünden, wegen der hohen Waldbrandgefahr.
Noch kurz zur Arbeit:
Die letzte Schicht war etwas anders als gewöhnlich. Wir haben das Saatgut nämlich nicht in 25 kg Säcke abgefüllt, sondern in 1200 kg Säcke. Das ist deutlich weniger Arbeit, weil man einfach nur abwarten muss, bis sich der Tank mit dem gereinigten Saatgut etwas gefüllt hat, um dann eine Förderschnecke einzuschalten, die das Saatgut in den großen Sack beförderd. Sobald der voll ist, wird er verschlossen, gewogen, beschriftet und ins Lager gefahren. Und obwohl ich das eigentlich alleine gemacht habe hatte ich trotzdem jede Menge Pausen zwischendrin. Leider müssen wir nur 20 Tonnen in diese großen Säcke füllen, sodass die nächste Schicht wieder normal ablaufen wird.

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Leere Paletten, um die Säcke draufzustapeln

St Kilda beach

Gestern hatten wir zum ersten mal richtiges Strandwetter mit über 30 Grad und nem leichten Lüftchen.
Deshalb bin ich mit einigen anderen aus dem Hostel an den Strand in St Kilda (Vorort von Melbourne) gegangen.
Ich hab natürlich nen typischen Anfängerfehler gemacht und nur die Bereiche mir Sonnencreme eingecremt, die ich selbst erreichen konnte. Das Ergebnis war ein ordentlicher Sonnenbrand auf dem Rücken. Dafür fühl ich mich jetzt richtig angekommen in Australien.
Heute wird es nochmal wärmer, obwohl es ziemlich bewölkt ist. Mal sehen ob wir nochmal an den Strand gehen.