Auf nach Townsville

Das beste an der Whitsundays tour war eigentlich, dass ich ein paar Leute getroffen habe, die mit mir nach Townsville gefahren sind.
Dort hab ich dann versucht Arbeit zu finden, hatte aber sehr mäßigen Erfolg. Ich habe für genau zwei Stunden in einer Pilzfabrik gearbeitet und 40 Dollar dafür bekommen. Danach habe ich noch 3 Tage Fundraising gemacht. Am ersten Tag bin ich von Tür zu Tür gegangen und hab versucht Leute zum Spenden zu bringen und habe mich eigentlich nicht schlecht geschlagen. Ich habe 260 Dollar an Kommission verdient, die ich aber bis heute nicht bekommen habe, weil die fundraising Gesellschaft erst 130 Tage später den vollen Betrag auszahlt, vorausgesetzt, die spendende Person, hat nicht ihre monatlichen spenden nach 3 Monaten noch nicht abgebrochen.
Am zweiten und dritten Tag waren wir in einem shopping Center, wo ich dann schon nur noch 135 Dollar am zweiten und nichts am dritten Tag gemacht hab. Am Ende des dritten Tages hab ich dann gekündigt. Da haben die doch tatsächlich die gleichen Methoden die wir beim fundraisen anwenden sollten bei mir angewendet und versucht mich im Job zu halten. Da hab ich mich dann richtig verarscht gefühlt. Bei der Arbeit hab ich mich nämlich immer so gefühlt, als würde ich die Leute davon überzeugen, etwas zu tun, was sie eigentlich gar nicht tun wollen. Und als ich meinem Chef gesagt hab, dass ich kündigen will versucht der mir den job, den ich offensichtlich nicht mehr will mit Gewalt schmackhaft zu machen.
Na ja, jedenfalls kann ich jetzt behaupten, einen der typischsten Backpacker Jobs ausprobiert zu haben.

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Kommissionstabelle

Whitsunday Islands

Freitagmorgen ging dann meine Segeltour um die Whitsunday Inseln los. Zu Beginn war das Wetter schön aber sobald wir in See gestochen sind ist es zugezogen, wurde windig und hat angefangen zu regnen.
Ich habe beim Buchen der Tour gar nicht daran gedacht, dass ich ja 3 Tage nonstop auf einem Boot verbringen werde und habe deshalb auch nicht realisiert, dass ich unter Umständen auch seekrank werden könnte.
Ich musste dann die ganze Fahrt zu den Inseln bei Wind und Regen über Deck bleiben, weil es unter Deck unerträglich war. Ich musste zwar nicht brechen aber angenehm wars wirklich nicht.
Wir waren dann am 1. Tag tauchen, aber leider war die See sehr rah und deshalb das Wasser ganz trüb.
Am zweiten Tag waren wir dann schnorcheln und hatten das selbe Problem wieder. Es hat auch keiner einen zweiten Tauchgang gekauft zusätzlich zum kostenlosen ersten.
Nach dem Schnorcheln haben wir dann Whitehaven Beach gesehen, die Hauptattraktion.
Leider war ich auch von diesem relativ enttäuscht, obwohl wir ein paar sonnige Minuten dort hatten.
Es eben ein großer Strand mit zugegeben ziemlich weißem Sand, aber ich verstehe nicht richtig, warum alle darüber so ausflippen.
Vielleicht hab ich einfach schon zu viele Strände gesehen und auch Lake McKenzie auf Fraser, der nur 4 % weniger weißen Sand hat als Whitehaven Beach, dafür aber Süßwasser.
Dritter Tag war dann noch einmal schnorcheln. Immer noch trübes Wasser, aber trotzdem ist fast jeder schnorcheln gegangen, um was zu tun zu hsben. Danach gings zurück zum Festland.
Das Fazit, das ich insgesamt gezogen habe ist: Lieber ne Tagestour mit Schnorcheln und nem kurzen Abstecher zu Whitehaven Beach statt ner 3tägigen tour. Dann verschwendet man nicht so viel geld, wenn das Wetter schlecht ist und sieht im Prinzip trotzdem alles.

Agnes Water – Airlie Beach

Von Agnes Water bin ich mehr oder weniger in einem Zug hoch nach Airly Beach gefahren. Auf dem Weg gibt’s nichts großartig zu sehen, außer ein paar kleineren Städten, wo aber nicht viel los ist und die eigentlich nur zum Arbeiten gut sind. Also hab ich da nur zum Schlafen und Einkaufen angehalten.
Airly Beach hat im Prinzip nur eine Hauptstraße, an der die Backpacker Hostels aufgereiht sind. Die Stadt fühlt sich an als würde sie zu ungefähr 90 % aus Backpackern bestehen.
Ich habe einen günstigen Stellplatz für mein Auto gefunden, wo ich auch um Auto schlafen konnte und habe so nur 10 Dollar pro Nacht bezahlt. Zum Duschen und Kochen bin ich einfach immer ins nächstgelegene Hostel gegangen.
Nach ein paar Tagen ging dann meine Whitsunday-segeltour los.

Bienen gesichtet

Ich wollte nur mal kurz erwähnen, dass ich jetzt schon zwei mal mutten im nirgendwo am Highway Bienen gesehen habe. Beide Male hab ich ne Vollbremsung hingelegt und mir die Sache mal aus der Nähe angesehen.

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Einmal bin ich in die Nase gestochen worden. Ich denke, da bin ich selbst Schuld, wenn ich unbedingt am Flugloch schnüffeln muss.
Und noch ne kleine Sache, wollte ich euch zeigen.

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Das hat mir mein Navi kürzlich mal angezeigt: „In 281 Kilometern im Kreisverkehr geradeaus fahren, erste Ausfahrt“
Bis dahin nicht einmal abbiegen. Da vergeht einem der Spaß am Auto fahren, zumal die höchste Geschwindigkeitsbegrenzung 110 km/h ist.

Surfunterricht

Zurück vom „Survival Camp“ hab ich mich am nächsten Tag für einen Surfkurs (17 $ für 3 Stunden, ziemlich billig) angemeldet. Ich glaube ich habe es ja schon öfters mal erwähnt, dass ich versucht habe zu surfen, allerdings immer mit äußerst mäßigem Erfolg. Natürlich war dieser Surfkurs qualitativ nicht gerade was besonderes, ich meine, was will man auch für 17 Dollar erwarten, aber er war das richtige für mich. Wir waren ca. 30 Leute und 3 Lehrer und eigentlich wurde uns nur schnell am Strand in Trockenübungen gezeigt, wie man richtig auf dem Board liegt, paddelt und aufsteht. Und dann gings ins Wasser und die Lehrer haben uns nur noch zugerufen, wann wir anfangen sollen zu paddeln, um eine Welle zu erwischen.
Und das war das Ergebnis:

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Leider musste ich für die Bilder bezahlen, aber ich dachte mir, das ist es mir Wert, weil es nämlich nicht so einfach ist gute Bilder von sich selbst beim surfen zu bekommen, weil ich dazu jemanden bräuchte, der darauf wartet, dass ich eine gute Welle erwische.

Agnes Water, „Survival Camp“

An dem Tag nachdem wir von Fraser Island zurückgekommen sind bin ich weiter nach Agnes Water, von wo dann wiederum am Tag darauf meine Castaway Survival Tour losging.
Wir wurden in 3er-Gruppen mir einem kleinen Propellerflugzeug auf eine Insel geflogen.
Der Pilot hat dabei immer n bisschen Quatsch gemacht und ist hoch und runter oder nach links und rechts geflogen und hinterher sind alle ausgeflippt, wie toll und heftig doch der Flug war. Um ganz ehrlich zu sein war ich nicht sonderlich beeindruckt. Es war zwar ganz schön, das Meer und die Insel von oben zu sehen, aber der Flug an sich war eher mit einer Kinderachterbahn zu vergleichen.
Das Camp selber hat sich später leider eher als Saufcamp, denn als Survival Camp entpuppt. Alle hatten mehr Alkohol als essen dabei und der Supervisor im Camp, von dem ich eigentlich dachte, dass er uns ein paar Survival Tricks zeigt, hatte keinen Plan von gar nichts.
Das einzig interessante, was wir gemacht haben, war Krabbenfallen auslegen und Angeln.
Wir haben tatsächlich eine Krabbe, die groß genug war zum Essen, gefangen, gekocht und gegessen.

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Krabbe nach dem Kochen

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Krabbe nach dem Essen

Beim Angeln hatten wir Gott sei Dank einen Niederländer dabei, der ein bisschen Ahnung davon hatte und uns ein paar Sachen zeigen konnte.
Letztendlich habe ich dann sogar zwei Fische gefangen.
Das wars eigentlich schon in Sachen „Survival Camp“. Ich würde es auf keinen Fall jemandem empfehlen, der an ein paar Survival Tricks interessiert ist.

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Unsere Gruppe vom Camp

Fraser Island überlebt

Kurzes Update:
Wir haben Fraser „um Haaresbreite“ überlebt. Wir sind einmal im Sand stecken geblieben, allerdings an einer Stelle, an der selbst neuere Autos mit mehr Bodenfreiheit starke Probleme hatten. Von daher bin ich ziemlich stolz auf meine alte Karre, zumal wir sie gefühlt einmal fast versenkt hätten. Wir haben nämlich den glaube ich dümmsten offroad-Fehler überhaupt gemacht. Wir haben nicht vorher überprüft, wie tief das Wasserloch, durch welches wir durchfahren wollten tatsächlich war. Was wie 15 cm tief ausgesehen hat, war ungefähr 1,2 m tief. Gott sei Dank hat Kevin, der zu dem Zeitpunkt gefahren ist, durchgezogen und ist nicht vom Gas gegangen. Das Wasser ist über die Windschutzscheibe geschwappt und durch die offenen vorderen Seitenfenster leider auch ins Auto rein.
Im großen und ganzen sind wir aber wirklich super durch gekommen. Mit dem Fahren haben wir uns die ganze zeit abgewechselt, weil das eigentlich der Hauptspaß an der ganzen Geschichte ist.
Insgesamt bezahlt haben wir für 4 Tage, 3 Nächte fraser 100 Dollar pro Person, was im Vergleich zu einer 3 Tage, 2 Nächte Tour, die mindestens 300 Dollar pro Person kostet richtig günstig ist.

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Fähre vom Festland zu Fraser Island

Rainbow Beach

So, jetzt gibt’s mal tagesaktuelle Infos.
Ich bin zurzeit in Rainbow Beach. Hier gibt es eigentlich überhaupt nichts, aber der Grund, warum es eine Backpacker-Hochburg ist, ist, dass man von hier mit der Fähre nach Fraser Island fährt. Die meisten buchen dann ne Tour auf Fraser, die meistens 3 Tage 2 Nächte lang ist und wenn man selber mal mit dem Tour-Auto fahren will muss man extra zahlen. Man braucht halt nen richtigen Geländewagen um dort fahren zu können, weil die ganze Insel nur aus Sand besteht. So eine Tour kostet pro person ca. 300 Dollar. Deshalb hab ich mir noch drei Mitfahrer gesucht und will mit denen und meinem Auto die Insel auf eigene Faust erkunden. Rein aus Prinzip haben wir eine Nacht länger als die Touren auf fraser geplant, d. h. 4 Tage 3 Nächte. Da wir die Kosten durch vier teilen können, sollte es dann pro person trotzdem noch billiger sein, als eine Tour zu buchen.
Wir wollen allerdings erst am Samstag los, weil es bis Freitag regnen soll, was auch der Grund ist, warum ich gerade so viel schreibe.
Außerdem hat mich gestern eine unabhängige Reiseagentur regelrecht von der Straße geangelt, als ich gerade einkaufen gehen wollte. Jetzt hab ich auch endlich meine Whitsunday-segeltour gebucht, sowie ein survival camp und eine schnorcheltour im Great Barrier Reef. Für alles zusammen hab ich jetzt 870 Dollar bezahlt, was natürlich nicht wenig ist, aber ich hab von so vielen Leuten gehört, dass gerade die Whittsundays ein Muss für jeden Backpacker sind.

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Das ist mein Zeitplan, den die Reiseagentur mir aufgestellt hat

Die Whittsundays Tour und das survival camp gehen jeweils 3 Tage 2 Nächte und die schnorchel Tour einen Tag.
Bei der Whitsunday-segeltour ist übrigens auch schnorcheln und ein mal richtig tauchen mit inbegriffen.
Nachteil an der ganzen Sache ist, dass ich nach dem Whittsundays definitiv nochmal arbeiten muss.
Ich gehe mal davon aus, dass ich nach fraser nochmal schreiben werde.

Port Stephens – Noosa

Schon wieder fast 1 Monat her, dass ich geschrieben habe. In dieser Zeit und ca. 900-1000 km Fahrt ist natürlich einiges passiert. Denkt nicht, wenn ich nichts schreibe für ne weile, dass nichts passiert.
Von Port Stephens bin ich weiter gefahren nach Port Macquarie. Da gab es allerdings nicht viel zu sehen ist zu tun, bis auf den Strand und das Koala-Krankenhaus. Leider durfte man da keinen Koala halten, weil die dort ja alle Patienten sind.

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Medizin für den Koala

Bin dann nach 1 tag weitergefahren nach Coffs Harbour, wo ich in einem Hostel für den halben Zimmerpreis im Auto geschlafen habe und trotzdem alles (Toilette, Duschen, Küche) benutzen durfte inklusive, kostenlosem Surfboard-, Kanu- und Schnorchelverleih. Da hab ich dann zum ersten mal surfen ausprobiert,allerdings ohne Kurs, weshalb sich mein Erfolg in Grenzen hält. Aber Spaß nachts trotzdem. Bei meinen ersten versuchen hab ich mir leider aber auch das hier zugezogen.
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Das wollte einfach nicht richtig heilen und hat dann sogar abgefangen sich zu entzünden. Dann musste ich mir so ein Desinfektionsmittel kaufen und jetzt wird es so langsam besser. Ich muss aber auch dazusagen, dass ich trotz der Wunde immer wieder surfen gegangen bin und das hat ihr wahrscheinlich nicht besonders gut getan.
Na ja, in dem Hostel hab ich auch zwei Niederländerinnen und nen Schweizer kennen gelernt.

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Ich, Frances (England), Faye (Niederlande), Marije (Niederlande), Rhemo (Schweiz)

Mit denen bin ich dann zusammen mit meinem Auto in einen nahe gelegenen Nationalpark (Dorrigo) gefahren. Da sind wir zwei Stunden durch den Regenwald gelaufen und ich habe erste Erfahrungen mit Blutegeln gemacht.
Zu erwähnen wäre, dass mein Auto beim Berg hoch fahren in dem Nationalpark so stark überhitzt ist, dass wir links ranfahren mussten. Ich hab dann die Motorhaube aufgemacht und musste dem Kühlwasser ca. 1 Minute beim kochen zusehen.

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Meine Mitfahrer haben es Gott sei Dank äußerst gelassen genommen

Wir hatten ja auch noch ein 2. Auto gemietet, weil wir insgesamt 8 Leute waren. Das letzte Stück mussten wir danb eben in zwei Gruppen mit dem 2. Auto fahren.
Die Autopanne hat mir natürlich nen ganz schönen Schrecken eingejagt, aber ich konnte erst mal nichts dran ändern, außer Kühlwasser nachfüllen.
Bin dann halt trotzdem weitergefahren nach Yamba, nem kleinen surferdorf. Leider musste ich alleine fahren, weil die Niederländerinnen und der Schweizer schon den greyhound-bus nach yamba gebucht hatten. Aber ich hab de sie dann dort ja wieder getroffen.
Meine Zeit in yamba habe ich ebenfalls hauptsächlich mit surfen (probieren) verbracht. Hier hat ein surfboard aber 10$ am Tag gekostet, was aber immer noch sehr günstig ist.
In yamba war ich dann ungefähr drei Tage lang und bin dann (diesmal mit den drei anderen zusamnen) nach byron bay gefahren. Byron Bay ist fast ausschließlich von Backpackern besiedelt, jedenfalls fühlt es sich so an. Außerdem ist es ein bisschen Hippie-mäßig, was wohl daran liegt, dass 1 Stunde westlich davon ein richtiges Hippie-Dorf namens Nimbin liegt. Da sind wir auch mal an einem Sonntag hingefahren und mir wurde dort in einer halben Stunde, die ich die Hauptstraße entlang gelaufen bin, nicht weniger als 4 mal Gras zum Verkauf angeboten auf offener Straße.
Leider hat sich unsere kleine Reisegruppe dann aber ausgelöst, weil jeder andere Pläne hatte. Ich bin da alleine weitergefahren, nach Surfers Paradise. Aber das einzige, was daran schön ist, ist eigentlich der Name. Der Strand ist ein ewig langer, kerzengerader Strand, wo man noch nicht mal gut surfen kann. Ich dort nur eine Nacht auf nem Parkplatz übernachtet.
Am nächsten Tag bin ich zu einem Wrecker (jemand, der Autos kauft und ausschlachtet) gefahren, weil ich feststellen musste, dass mir auf der Rückbank eine Gurtschnalle gefehlt hat, weshalb ich eigentlich nie mehr als 3 Leute mitnehmen konnte. Die Schnalle hab ich dort für 25 Dollar bekommen.
Danach wäre eigentlich Brisbane (ne Großstadt) gekommen. Ich hatte aber echt überhaupt keine Lust auf Stadt und bin deshalb einfach nur durchgefahren und hab alleine dabei schon 1 Stunde im Stop and Go Verkehr festgesteckt.
Mein nächster Stopp war dann Noosa. Da hab ich Rhemo und Faye am Strand kurz wiedergetroffen. Ich habe drei Nächte im Auto auf einem Parkplatz am Strand verbracht, wo campen eigentlich verboten war (500 Dollar Strafe), hab aber nie nen Ranger gesehen.
Ach so: Hab ich eigentlich erwähnt, dass ich im Lotto gewonnen habe und mir ein Haus mit 20 Hektar Land für 1,3 Millionen Dollar gekauft hab?

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riesengroßer Billiardtisch

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Wohnzimmer mit Riesenfernseher

Palmgarten, Pool usw. ist natürlich auch dabei.
Na ja, um ehrlich zu sein, hab ich hier nur für ne Woche gewwooft (arbeiten für Unterkunft und essen).
Ich wollte mir ein neues Bett in mein Auto bauen und dazu brauche ich ja Werkzeug und Platz zum Bauen. Das alte Bett hat mir nicht gefallen, weil es nur halb so breit war, wie das Auto und schlecht konstruiert war. Also hab ich einfach den nächstbesten aus dem Wwoofing-Buch, das ich mit dem Auto bekommen habe, angerufen und hatte richtig Glück. Das war nämlich ein deutscher (zwar auf harley davidson spezialisierter) Mechaniker, der hier schon 23 has Jahre lebt. Der hatte erstens ungefähr drei Garagen (ungefähr jede einzelne mit Werkzeug ausgerüstet), wo ich mich ausbreiten konnte zum Bauen und zweitens hatte er holz, das er mir kostenlos gegeben hat. Außerdem kannte er sämtliche Mechaniker in Noosa, wodurch ich mein Überhitzungsproblem für 100 Dollar beseitigt bekam, was normalerweise ca. 300 gekostet hätte.

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Ich beim Bauen, im Hintergrund das fast fertige Bett im Auto

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Bauplan des Bettes, wurde letztendlich aber ein bisschen anders als geplant

Ich hab dann immer so von morgens 9 bis mittags 3 im Garten gearbeitet und dann bis meistens ca. 12 Uhr nachts an meinem Bett bzw. dem Auto selbst geschraubt.
Übrigens hab ich auch Stoff und ne Nähmaschine bekommen, sodass ich mir Vorhänge für ins Auto nahe nähen konnte.
Leider gehörte zu den Hauptaufgaben im Garten Zäune mit ALTÖL streichen und so viele Pflanzen einer bestimmten Art wie möglich mit Gift einsprühen. Mein Hausherr gehörte also nicht wirklich in die Kategorie „Öko“.
Nach einer Woche war das Bett dann fertig und das Auto repariert.
Ich bin dann wieder auf den selben Parkplatz gefahren, wo ich vorher schon war und man wird es nicht glauben, aber am nächsten Morgen hat mich um 6 Uhr tatsächlich ein Ranger wachgemacht und mich freundlicherweise nur verwarnt.
So, den Rest schreib ich mal in nen neuen Beitrag.

Newcastle — Port Stephens

Von dem kostenlosen Campingplatz, den ich beim letzten Mal erwähnt habe, bin ich gestern dann weiter nach Newcastle gefahren, wo ich mich dann doch noch einmal für eine Nacht in ein Hostel eingebucht habe.
Ich musste nämlich das Auto ein wenig aufräumen und auch so ziemlich alle Sachen, die ich zu dem Auto dazubekommen habe (Teller, Besteck, Toaster, usw) mal putzen.
In dem Hostel hab ich nen anderen deutschen Backpacker getroffen, der sich auch gerade letzte Woche ein Auto gekauft hat, von sydney nach Newcastle gefahren ist und jetzt schon die nächste Werkstatt aufsuchen muss, weil sein Auto ständig überhitzt.
Das macht mir ehrlich gesagt ein bisschen Angst, dass mir es genau so gehen könnte. Aber bisher ist noch alles ok und ich hab das Auto ja von nem Mechaniker durchchecken lassen und der hat auch das Kühlsystem gecheckt.
Mit dem gestrandeten Backpacker bin ich mittags erst mal ans Meer gefahren, das sogar relativ wann war.
Am nächsten Tag, also heute, bin ich nach Port Stephens (ca. 1 Stunde Fahrt von Newcastle) gefahren und dort erst mal zu NRMA.
NRMA bietet Autoversicherungen an. Man schließt in Australien zwar schon bei der Registrierung des Autos verpflichtend eine Versicherung ab, diese kommt allerdings ausschließlich für von mir verursachte Personenschäden auf, nicht aber für den unter Umständen bei einem Unfall verursachten Sachschaden.
Deshalb hab ich heute noch ne Versicherung für Sachschaden an fremdem Eigentum (d. h. mein Auto ist da nicht mit eingeschlossen, weil sich das auf Grund des alters des auros nicht lohnen würde) abgeschlossen.
Ich hoffe echt, dass ich jetzt alles wichtige erledigt habe.
Von NRMA bin ich dann an nen Strand in Port Stephens (Anna Bay) gefahren, wo man sandboarden kann. Man wird mit nem Allrad-Bus zu den Sanddünen gefahren und kann die dann mit einer Art Bett wie mit einem Snowboard runterfahren.
Ich muss leider sagen, dass das lange nicht so geil ist wie snowboarden, aber es muss wohl als Ersatz für den diesjährigen Winterurlaub reichen.
Nach dem sandboarden bin ich auf der Suche nach einem kostenlosen Campingplatz auf einen gestoßen, der direkt am Meer liegt und nur mit einem Geländewagen zu erreichen ist. Und glaubt mir, hier kommt man mit einem normalen Auto tatsächlich nicht hin. Selbst mein Auto musste schwer arbeiten, um hierher zu kommen und war dann, als ich endlich an dem markierten Campingbereich angekommen bin ziemlich heißgelaufen. Wenn ich morgen zurückfahre, muss ich wohl doch mal ein bisschen Luft aus den Rädern lassen, damit ich am Strand besser vorankomme. Das wurde mir schon von vielen Australiern gesagt.
Und hier ist das gute Stück:

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Nissan Patrol

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22.09.2014-21.09.2015